Das ungewöhnliche, auf Vorträgen beruhende Buch der renommierten Oxforder Historikerin Lyndal Roper verbindet den Reformator mit seinem vielfältigen und schillernden Nachleben. Die wohl wichtigsten Erkenntnisse ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Wittenberger, wie sie sie in ihrer vielgerühmten Luther-Biographie darlegte: Man wird nicht so einfach mit Luther fertig, er hat die deutsche Geschichte tiefgreifend und in höchst ambivalenter Weise beeinflusst, er war ungemein facettenreich, ja widersprüchlich – herrisch und herablassend, poetisch und trostreich, autoritär und anarchisch, selbstherrlich und selbstkritisch – und er war nur eines gewiss nie: langweilig.





