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Macht und Mühsal der Voraussage
Über 1000 Jahre lang stützte sich im alten Griechenland die Stadt Delphi nördlich des Golfs von Korinth auf die weissagende Pythia und das Apollon-Heiligtum. Aus dem ganzen Mittelmeerraum kamen Herrscher und Gesandte, um den Rat des Orakels zu hören. Zum Dank machten sie Delphi reich – doch der Reichtum barg Risiken.
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Die Gründung Delphis reicht in die Zeit der Sagen und Legenden zurück. Laut dem homerischen Hymnos an Apollon (zwischen Ende des 7. Jahrhunderts und Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr.) ließ sich Apollon zuerst im nahe gelegenen Krissa nieder und schickte sich dann an, einen Drachen zu erlegen, der die Region in Angst und Schrecken versetzt hatte. Durchbohrt von den Pfeilen des Gottes, so heißt es im Hymnos, starb das Untier. Anschließend ging Apollon auf die Suche nach einer Priesterschaft. In Gestalt eines Delfins erschien er der Besatzung eines kretischen Schiffs und befahl den Männern, ihm einen Altar zu bauen und ihm als Apollon Delphinios zu huldigen. Das war der Beginn von Delphi.
In einer anderen Version der Geschichte beschreibt der Dichter Alkaios (um 630 – um 580 v. Chr.) einen vom Göttervater Zeus gemaßregelten Apollon, welcher der Anweisung seines Vaters, sich in Delphi niederzulassen, zuerst nicht Folge leistet.
Der berühmte Stückeschreiber Aischylos (525– 456 v. Chr.) legt der Orakelpriesterin in „Die Eumeniden“ eine ausführliche Beschreibung der delphischen Ursprünge in den Mund. Danach ist Apollon ein Gott in einer ganzen Reihe von Göttern, die einer nach dem anderen an diesem Ort herrschen und das Orakel inspirieren. Alles beginnt mit Gaia, der Erde, der Muttergöttin. Auf sie folgt Themis, auf Themis Phoibe und auf Phoibe schließlich Apollon.
Der griechische Tragödiendichter Euripides (485/484 oder 480 – 406 v. Chr.) schildert in seinem Stück „Iphigenie in Aulis“ einen dramatischen Umbruch, bei dem auch ein Drache wieder eine zentrale Rolle spielt. Dieser bewacht danach das Orakel der Gaia. Indem Apollon ihn tötet, bemächtigt er sich des Orakels – gegen den Willen Gaias.
Wann tatsächlich ein Kult in Delphi entstand, ist heute schwer zu sagen. Möglicherweise gab es dort schon im2. Jahrtausend v. Chr. weissagende Frauen. Offenbar drehte sich in Delphi schon sehr früh alles um das Orakel. Nur an neun Tagen im Jahr konnte es befragt werden, nachdem die Gunst Apollons sichergestellt worden war.
Das Orakel, genannt Pythia, war lange Zeit eine junge Frau – bis Echekrates von Thessalien das Orakel entführte und vergewaltigte. Um solch einen Frevel in Zukunft zu vermeiden, entschied man, von nun an älteren Frauen die Aufgabe anzuvertrauen.
Die Stadt erblüht durch die Dankesgaben der Fragenden
In der archaischen Zeit war Delphi ein kleiner, wohlhabender Ort mit Verbindungen ins nördlich gelegene Thessalien. Wegen dieser Beziehungen begann sich das aufstrebende Korinth für Delphi zu interessieren. Korinth integrierte Delphi in sein Handelsnetz. Die griechische Welt dehnte sich in dieser Zeit aus: Städte wuchsen, traten verstärkt miteinander in Verbindung, trieben Handel. Und Delphi profitierte von dieser zunehmenden Vernetzung.
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Bedeutsam wurde das Orakel der Stadt nun etwa für die sogenannte Große Kolonisation. Im gesamten Mittelmeerraum gründeten Griechen neue Siedlungen. Bevor sie das taten, holten sie jedoch den Rat des Orakels ein: Nach welchen Zeichen sollte man bei der Suche eines geeigneten Platzes Ausschau halten? Welchen Göttern sollte man opfern? Viele der Kolonien wurden reich und einflussreich. Durch sie wuchs auch der Ruhm Delphis.
Das Orakel gewann bald auch Bedeutung für gesellschaftliche Reformen. Gerade Sparta hielt engen Kontakt zu Delphi. Dem Geschichtsschreiber und Geographen Herodot (490/480 – 430/420 v. Chr.) zufolge beschäftigten die Könige Spartas spezielle Berater, die ausschließlich für die Beziehungen zu Delphi und zur Pythia zuständig waren. Als Sparta sich mit der „Großen Rhetra“ eine neue Verfassung gab, wurde die Zustimmung des Orakels eingeholt, ebenso als es sich Messenien einverleibte und die dortige Bevölkerung versklavte.
Lange bot Delphi als Stadt ein eher bescheidenes Bild. Einen Tempel gab es noch nicht. Der Grund für das zunächst langsame Wachstum bestand darin, dass Delphi keiner Macht Gefolgschaft leisten musste – so war das Orakel politisch unabhängig, und es sorgte für den Aufstieg der Stadt und nicht zuletzt für eine allmählich einsetzende Flut kostbarer Gaben. Die Könige Midas, Gyges und Alyattes sowie der Tyrann Kypselos von Korinth waren zu dieser Zeit die bekanntesten Gönner Delphis. Mit Statuen und bald auch mit Monumenten zeigten sie sich für eingeholten Rat erkenntlich.
Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. waren die Städte Korinth und Sparta, das Königreich Lydien sowie zunehmend auch Athen die bestimmenden Akteure in Delphi, ohne dass eine dieser Mächte dort direkte politische Macht ausgeübt hätte.
Der wachsende Reichtum der Stadt brachte allerdings Risiken mit sich. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Unabhängigkeit Delphis herausgefordert werden würde. Der sogenannte Erste Heilige Krieg im 6. Jahrhundert v. Chr., bei dem Athen, Sikyon und Thessalien gemeinsam Delphi zu Hilfe eilten, ist für die Forschung ein schwieriges Thema. Den antiken Quellen zufolge rückte die Stadt Krissa den Pilgern zu Leibe, woraufhin das Orakel den hilfsbereiten Städten den Auftrag gab, Krissa Tag und Nacht zu bekämpfen, die Bevölkerung zu versklaven und das Land nicht nur zu verwüsten, sondern es für alle Zeit unbesiedelt und unbebaut zu lassen. Die ersten Berichte über diesen Krieg entstanden aber erst Jahrhunderte später, was Historiker dazu bewogen hat, an seiner Existenz zu zweifeln.
Vermutlich kam es in Delphi in dieser Zeit tatsächlich zu einem Umbruch, dessen episches Ausmaß aber erst später hinzugedichtet wurde. Auf jeden Fall nahmen damals die „Pythischen Spiele“ (siehe Rubrik „Zeitpunkte“, Seite 8), Teil der „Panhellenischen Spiele“, ihren Anfang; die Beschützer Delphis, die „Amphiktyonen“ unter dem Vorsitz Thessaliens, spielten von nun an eine Rolle in der Stadt. Das vom Orakel beanspruchte Land wurde nicht mehr bebaut, obwohl es fruchtbar war. Außerdem schickte man sich an, einen Apollon-Tempel zu errichten.
Jeder muss die Sprüche selbst deuten – auch der König Krösus
Wer seither in Delphi herrschte, ist schwer zu sagen. Aus den Quellen ablesbar ist allerdings, dass das Orakel einen seiner Gönner und Helfer, den Tyrannen Kleisthenes von Sikyon, verprellte und generell eine eher anti-tyrannische Haltung einnahm. Auch die Spartaner und selbst die Bevölkerung Delphis wurden von nun an mitunter von mahnenden Worten der Pythia überrascht. Das Orakel fühlte sich niemandem verpflichtet.
Zu Berühmtheit gelangte der Orakelspruch für den Lyderkönig Krösus (griechisch Kroisos), wovon Herodot zu berichten weiß: Krösus plante im 6. Jahrhundert v. Chr., das Perserreich zu erobern. Er fragte das Orakel: „Soll ich den Krieg gegen Persien wagen?“ Die Antwort: Überquere er den Fluss Halys, falle er also in Persien ein, werde er ein großes Reich zerstören.
Krösus überschüttete Delphi mit Gaben und zog in den Krieg. Doch er erlitt eine vernichtende Niederlage. Nicht das Reich der Perser hatte er zerstört, sondern sein eigenes. Krösus landete auf dem Scheiterhaufen, wurde aber im letzten Moment vom Perserkönig Kyros begnadigt und diente diesem von nun an als Berater.
Seinen neuen Herrn bat er darum, von Apollon und dessen Orakel Rechtfertigung verlangen zu dürfen. Ob es bei ihm Brauch sei, seine Freunde zu betrügen? Das wollte er den Gott fragen. Kyros gewährte die Bitte, und Krösus schickt Boten nach Delphi. Apollon sei undankbar, überbrachten diese – ob er sich nicht schäme?
Mit diesen Vorwürfen konfrontiert, antwortete die Pythia, Krösus habe seinem Schicksal, das sich aus einem Frevel seines Vorfahren Gyges herleite, nicht entgehen können. Selbst Apollon habe das nicht ändern können, obwohl er dies gerne getan hätte. So habe er auch für Krösus’ Rettung vom Scheiterhaufen gesorgt. Der folgenreiche Orakelspruch sei indes keine Ermutigung gewesen. Krösus habe ihn lediglich falsch interpretiert.
Der Sturz des Krösus, eines der mächtigsten Gönner Delphis, und sein verbaler Angriff auf die Pythia und den Gott Apollon konnten der Reputation des Orakels nichts anhaben. Weiterhin spielte es eine große Rolle bei Siedlungsneugründungen. Und weiterhin wurde es mit Gaben überhäuft. Mehr und mehr Städte bauten auf dem Gelände des Tempels eigene prunkvolle Schatzhäuser.
Im Jahr 548 v. Chr. wurde diese Pracht allerdings von einem gewaltigen Brand zerstört. Das Feuer, das im Apollon-Heiligtum tobte, war so stark, dass eines der beeindruckendsten Geschenke des Krösus, eine goldene Löwenstatue, samt ihrem Sockel schmolz. Delphi lag am Boden – so schien es. Tatsächlich wurde nach dieser Katastrophe so deutlich wie nie zuvor, welchen Rang die Stadt in der Mittelmeerwelt eingenommen hatte. Denn kaum waren die Flammen erloschen, machten sich Delphis Unterstützer, die „Amphiktyonen“, an den Wiederaufbau. Alles sollte noch größer und prunkvoller werden.
Die Kosten für das Unternehmen waren astronomisch hoch: 300 Talente sollten insgesamt beschafft werden, so kalkulierte man. Das entsprach rund 1,8 Millionen Tageslöhnen eines ausgebildeten Soldaten, eines Hopliten. Die „Amphiktyonen“ stellten 225 Talente und überließen es Delphi, die übrigen 75 Talente aufzutreiben – immer noch eine unvorstellbar hohe Summe.
Aus der gesamten griechischen Welt erreichten Spenden die Stadt. Doch die bei weitem größte Gabe stammte von Pharao Amasis (570–526 v. Chr.). Er schickte Alaune, bei den Griechen hoch geschätzte Mineralien, im Wert von 1000 Talenten.
Erst nach 40 Jahren wurden die Arbeiten abgeschlossen. Eine ganze Generation kannte Delphi nur als große Baustelle. Das hielt das Orakel nicht davon ab, weiterhin die Fragen aller Ratsuchenden zu beantworten. So beeinflusste es auch die Geschichte Athens maßgeblich: Das athenische Adelsgeschlecht der Alkmeoniden hatte es in Delphi zu großem Einfluss gebracht. Als sie die Tempelbauarbeiten, die ins Stocken geraten waren, auf eigene Kosten zu Ende führen ließen, verstärkte sich dieser Einfluss noch.
So kam es, dass die Spartaner, die das Orakel weiterhin regelmäßig befragten, bald darauf immer wieder zu hören bekamen, sie müssten Athen von seinem Tyrannen befreien. Sicherlich überließen die Alkmeoniden es nicht gänzlich dem Orakel, Spartas Hilfe zu erwirken, aber unterschätzen sollte man den Einfluss der Pythia auf die Entscheidung der Spartaner nicht. Sparta zog 510 v. Chr gegen Athen in der Krieg, der Tyrann Hippias floh, und die Alkmeoniden setzten sich an die Spitze der athenischen Demokratie. Ein neues Zeitalter brach an.
Delphi hatte sich unterdessen in einen Ort verwandelt, an dem zahlreiche griechische Städte versuchten, sich gegenseitig mit immer aufwendigeren Prachtbauten in den Schatten zu stellen – ein Ort der Repräsentation. Doch obwohl das Erreichte mit dem Ansehen der Pythia stand und fiel, gelang es dem Spartanerkönig Kleomenes, das Orakel zu bestechen, um seinen Mitkönig Demaratus loszuwerden. Als das Komplott aufflog, wurde die schuldige Pythia abgelöst, doch hatte die Glaubwürdigkeit des Orakels schweren Schaden genommen.
Sich den Persern kampflos ergeben? Diesen Rat akzeptiert Athen nicht
Das Misstrauen gegenüber dem Orakel wuchs auch deshalb, weil aus Delphi stets entmutigende Antworten kamen, wenn es um den Widerstand gegen das ausgreifende Persien ging. Das änderte sich auch nicht, als die Perser bereits durch Makedonien marschierten. Für die nordgriechischen Städte war es ein pragmatischer Rat, sich der Übermacht nicht entgegenzustellen. Doch in anderen Regionen wollte man von dieser defensiven Haltung nichts hören.
Als die Pythia den athenischen Gesandten riet, Athen solle die Waffen strecken, weigerten sie sich, den Orakelspruch anzunehmen. Sie erklärten, sie würden nicht eher gehen, bis man ihnen einen besseren Rat gegeben habe. Und tatsächlich rückte die Pythia mit einem zweiten Orakelspruch heraus: Athen solle auf seine hölzernen Wälle vertrauen. So kamen die Athener zu der Entscheidung, ihre Stadt zu evakuieren und den Persern zur See die Stirn zu bieten. Bei Salamis wurde die persische Flotte 480 v. Chr. vernichtend geschlagen.
Nach dem Perserkrieg gaben sich viele nordgriechische Städte große Mühe, ihre Rolle während des Krieges in ein besseres Licht zu rücken – so auch Delphi. Ein Ort wie Delphi, wo der Austausch der griechischen Mächte längst eine prunkvolle Bühne gefunden hatte, musste von dem im Krieg geborenen Zeitgeist – der Entdeckung der kulturellen Einheit Griechenlands – unweigerlich profitieren.
Zum Gedenken an den Sieg bei Salamis wurde in Delphi eine sechs Meter hohe Apollon-Statue errichtet. Auch wenn die Statue heute nicht mehr existiert, so meinen Archäologen dennoch, einen Teil der Inschrift ihres Sockels entziffert zu haben: „Hellanes“ („die Griechen“) steht dort – möglicherweise ist es das erste Mal, dass sich die Griechen selbst als solche bezeichneten.
Auch die entscheidende Feldschlacht bei Plataiai 479 v. Chr., in der die verbündeten Griechen das persische Heer besiegten, bekam ein eigenes Monument in Delphi. Dabei blieb es nicht. Das Heiligtum wurde mehr als je zuvor zu einer Ausstellung für Sieges- und Prestigemonumente.
Natürlich hatte die geschlossene Front der Griechen nicht lange Bestand. Athen und Sparta sollten zu bitteren Rivalen werden – und auch die Kontrolle über Delphi spielte dabei eine Rolle. Athen unterstützte schließlich das verbündete Phokis dabei, Delphi einzunehmen, woraufhin der sogenannte Zweite Heilige Krieg (449 oder 448 v. Chr.) entbrannte. Sparta siegte, doch der Sieg war nicht von langer Dauer.
Die letzte Phase: im Griff von Herrschern und Eroberern
Delphi wurde zum Zankapfel. Möglicherweise war die Frage der Spartaner im Jahr 432 v. Chr., ob sie gegen Athen in den Krieg ziehen sollten, die letzte große politische Konsultation des Orakels. Im 4. Jahrhundert v. Chr. hinterließ der Niedergang Spartas ein Machtvakuum, das auch Delphi zu spüren bekam. Der Dritte Heilige Krieg (356– 346 v. Chr.) brach los, als die Phoker Delphis Tempelschätze einschmolzen.
Von nun an sollte es für Delphi und sein Orakel ein beständiger Kampf sein, sich vor dem Einfluss seiner Eroberer und „Retter“ zu schützen. Nicht immer war dies erfolgreich. Im späten 4. Jahrhundert v. Chr. waren es die Makedonen, im 3. Jahrhundert v. Chr. die Aitoler und im 1. Jahrhundert v. Chr. schließlich die Römer, die Delphi dominierten. Rom „befreite“ und eroberte Griechenland vollständig, und Delphi wurde zur Kulisse römischer Denkmäler. Den nächsten Frevel beging 87 v. Chr. der römische General und spätere Diktator Sulla (138–78 v. Chr.), der im Krieg gegen Mithridates Delphis Tempelschatz plündern ließ. Kaiser Nero holte schließlich 500 Statuen nach Rom.
Als Kaiser Konstantin seine Hauptstadt nach Konstantinopel verlegte, das 330 eingeweiht wurde, ließ er weitere Statuen und Monumente fortschaffen. Das goldene Zeitalter war vorüber.
Dennoch überstand die Pythia die Jahrhunderte. Im 4. Jahrhundert n. Chr. hatte das Orakel einen wichtigen Bewunderer: Es war Kaiser Julian (331/333–363), auch als Julian der Apostat bekannt, letzter nicht-christlicher Kaiser Roms, der alles daran setzte, die Christianisierung zurückzudrehen. Ihm galt der letzte überlieferte Orakelspruch: „Kündet dem Kaiser, gestürzt ist die prunkvolle Halle, Phoibos [Apollon] hat seine Hütte nicht mehr, auch nicht den prophetischen Lorbeer, und auch nicht die Quelle, die spricht. Selbst das redende Wasser ist verstummt.“
Autor: David Neuhäuser
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