Bonpland versichert, dass er von Sinnen kommen werde, wenn die Wunder nicht bald aufhören.“ So schildert Alexander von Humboldt (1769–1859), die Eindrücke seines Reisegefährten, als dieser zum ersten Mal die Tropenvielfalt der Neuen Welt erlebte. Aber auch Humboldt selbst war überwältigt vom Reichtum der Natur. Für alle Zeit wird Aimé Bonplands Name mit der großen Expedition verbunden sein, welche die beiden Wissenschaftler zwischen 1799 und 1804 durch die Tropenwelt der spanischen Kolonien in Amerika führte.
Auf zweien der berühmtesten Gemälde, die zur Erinnerung an die Reise geschaffen wurden, ist auch Bonpland verewigt: einmal sehr authentisch, porträtiert von Friedrich Georg Weitsch. Für dieses Bild saß er dem Künstler 1807 in Berlin Modell. Es zeigt ihn mit seiner Botanisiertrommel beim Herbarisieren. In der Ferne strahlt die Schneekrone des Chimborazo.





