Bei den „Hamburgischen-Adreß-Comptoir-Nachrichten“ schrieb Claudius seine ersten Beiträge im Stil der englischen Humoristen. Schon früh zeigte sich: Die fragmentarische, unsystematische, auf spontanen Einfällen beruhende journalistische Arbeitsweise (die sehr wenig galt und miserabel honoriert wurde) lag Claudius mehr als das abgeschlossene Werk. Im „Bothen“ publizierte er dann zwischen 1771 bis 1775 eine Mischung von gelehrten, politischen und humoristischen Beiträgen, dafür konnte er Größen wie Klopstock, Herder, Gleim, Voß oder Jacobi zu Artikeln überreden.
Kranefuss analysiert präzise Claudius’ Texte und schildert die vielfältigen Verbindungen des Umtriebigen ebenso wie dessen Privatleben, seinen glücklosen Abstecher nach Darmstadt und seine aufatmende Rückkehr nach Wandsbek.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





