Am 16. Mai 1960 zündete der US-Physiker Theodore Maiman den ersten Laserblitz. Es war ihm gelungen, das einige Jahre zuvor von seinem Landsmann und Fachkollegen Charles Townes entwickelte Verfahren für Mikrowellen – „Maser” – auf sichtbares Licht zu übertragen. Das Wort „Laser” ist ein Akronym und heißt ins Deutsche übersetzt: Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung. Maimans Erfindung sorgte für Goldgräberstimmung: Licht war zum Werkzeug geworden. Doch die Ernüchterung folgte bald, weil es nicht gelang, den Laser ohne viel Aufwand in bestehende Konzepte zu integrieren. Mitte der 1960er-Jahre sprach man deshalb noch von einer „Technologie auf der Suche nach einer Anwendung”. Zwar experimentierten die Forscher bald nach der Erfindung damit, die neuartige Lichtquelle etwa zur Augenbehandlung und in der Chirurgie einzusetzen, doch die Ergebnisse waren zunächst enttäuschend. Erst nachdem man immer speziellere Laser entwickelt und neue Anwendungen für deren Licht ersonnen hatte, begann tatsächlich „der Siegeszug des Lichts”. Es ist erstaunlich, wo heute überall ein Laser seinen Dienst tut – etwa im CD-Spieler, bei der Müllsortierung und in der Laserharfe, die bei den Konzerten des französischen Musikers Jean Michel Jarre erklingt. mv





