Gäbe es nicht jene großen Hinweistafeln, die entlang des Maschendrahtzauns erste Informationen zur Geschichte des dahinterliegenden Areals bieten, man könnte achtlos vorbeilaufen. So unscheinbar wirken die flachen, grau gehaltenen Baracken mit dem Charme einer Garagenreihe auf den ersten Blick. Auch die gutbürgerliche Berliner Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite lässt daran zweifeln, dass an diesem Ort einmal Menschen gegen ihren Willen auf engstem Raum zusammengepfercht und für die nationalsozialistische Wirtschaft ausgebeutet wurden.
Nach dem Betreten des Geländes werden Besucher aber schnell eines Besseren belehrt. Drei parallel in verschiedenen Baracken gezeigte Dauerausstellungen zeichnen die Entwicklung des „Systems Zwangsarbeit“ von seinen Anfängen mit der „Machtergreifung“ 1933 bis zur Beendigung der NS-Herrschaft durch den Sieg der Alliierten nach. Auch der Umgang der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit dem eher unbequemen Thema wird thematisiert. Die Trägerschaft des Dokumentationszentrums liegt bei der Stiftung „Topographie des Terrors“.





