Vetranio rief sich am 1. März 350 zum Augustus aus und wurde prompt von Constantius anerkannt. Dies stieg Vetranio wohl etwas zu Kopf, denn er umwarb sogleich Constantina – ebenso wie Magnentius. Ihr Bruder ließ beide Bewerber abblitzen. In Eilmärschen kehrte er von seinem Perser-Feldzug zurück und maßregelte zunächst Vetranio. Brav übergab dieser seine Heeresverbände und dankte am 25. Dezember 350 n. Chr. ab. Constantius gestand ihm einen komfortablen Alterssitz in Kleinasien zu, wo Vetranio seinen Lebensabend standesgemäß beschloss. Magnentius hingegen war keine Marionette: Es dauerte drei Jahre, bis Constantius II. ihn endgültig besiegt hatte und nun selbst, ohne Mitkaiser, alleiniger Herrscher über das gesamte Römische Reich wurde.





