Dakien, auf dem Gebiet des heutigen Rumänien, war eigentlich ein Verbündeter, wollte sich aber nicht ständig von Rom in seine eigenen Angelegenheiten hineinreden lassen. Schnell geriet die Situation außer Kontrolle: Mösiens Statthalter fiel, sein Heer wurde aufgerieben, Domitians Ansehen sank schlagartig bei den Nachbarvölkern, die ihm ihre Unterstützung im Kampf gegen Dakien versagten. Der Prätorianerpräfekt Cornelius Fuscus übernahm das Kommando, doch er fiel im Kampf; die Daker trieben die Legionen zurück über die Donau, und erst 89 n. Chr. einigte sich Domitian mit Dakiens König Decebalus auf einen Frieden. Offiziell ein Sieg, zahlte Rom Unterstützungsgelder, mit denen Decebalus fleißig seine Festungen ausbaute, was Rom später bereuen sollte. Denn der Frieden war nicht von Dauer, und es brauchte mehrere Feldzüge, bis Kaiser Trajan Dakien im Jahr 106 schließlich unterwarf.





