Das Heiligtum selbst bestand nur aus einem Raum an der Stirnseite. Davor lag ein großer Platz. Man fühlte sich an ein Forum erinnert, doch gab es keine Verwaltungsgebäude. Vielmehr entstand auf diesem Gelände alles, was Vespasian und seiner Familie zum Ruhm dienen konnte: Es gab eine griechische und eine lateinische Bibliothek, außerdem wurden die prominentesten Beutestücke aus dem Krieg gegen die Juden zur Schau gestellt, darunter auch der legendäre siebenarmige Leuchter aus dem Tempel von Jerusalem. Und weil das noch nicht reichte, ließ der neue Kaiser zahlreiche der bedeutendsten Kunstwerke, die er auftreiben konnte, in seinen neuen Prestigebau bringen. Viele davon hatte Nero aus Griechenland geraubt, um damit seinen Palast, die Domus Aurea, zu dekorieren. Vespasian stellte sich nun als besserer Herrscher dar, denn er ließ die Bevölkerung an dieser Kunst teilhaben, die allen vor Augen führte, wie mächtig Rom war.





