Das erwies sich als gelungener Schachzug: Gallienus war etwa 40 Jahre alt und ein ebenso tüchtiger Militär wie sein Vater. Die beiden legten großen Eifer an den Tag und eilten von einem Krisenherd zum nächsten, wie Inschriften im ganzen Reich bezeugen: Erst ging es nach Syrien gegen die Perser, dann über den Balkan nach Rom, dann an den Rhein. Doch selbst für zwei so tatkräftige Männer hatte der Tag nur 24 Stunden. Also ernannten sie die beiden noch jungen Söhne des Gallienus zu untergeordneten Mitkaisern, zu Caesares. Valerians früher Tod beendete diese glückliche Konstellation nach wenigen Jahren. Doch eine Generation später erkannte Diokletian, dass sich die Stabilität des großen, krisengeschüttelten Reichs nur durch mehrere Regenten garantieren ließ: Er begründete die Tetrarchie, das Vier-Kaiser-System.





