Passend zum Anlass, handelt der Autor ab, wie man den eigenen Geburtstag nach Ansicht der Vorfahren am besten begeht; warum man dabei nur Wein, auf keinen Fall aber das Blut eines Tieres opfern soll. Seine Abhandlung zieht jedoch immer größere Kreise. Zunächst hinterfragt sie die Herkunft der Menschen und wie der Fötus im Mutterleib genährt wird, kommt dann zur Zeitmessung der Tage und Jahre und darüber zu Fragen der Astronomie, Astrologie und der Deutung des Universums. Censorinus legt dabei ein Kompendium des antiken Bildungswissens vor und stützt sich auf bedeutende Wissenschaftler und Literaten der Antike. Sein Werk zeigt, wie die Antike eine Harmonie des Kosmos konstruierte – vom Leben des Einzelnen bis hin zur Ordnung des Alls. Kopernikus und Scaliger berücksichtigten es bei ihren Forschungen, und der italienische Astronom Giovanni Battista Riccioli benannte sogar einen Mondkrater nach Censorinus.





