Wie ging es weiter, nachdem germanische Stämme 9 n. Chr. im Gebiet des heutigen Niedersachsen drei römische Legionen unter ihrem Kommandanten Varus vernichtet hatten? Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Ich Germanicus. Feldherr. Priester. Superstar“, die vom 20. Juni bis zum 1. November 2015 im Museum und Park Kalkriese (Bramsche, Kreis Osnabrück) zu sehen ist. Anhand von etwa 150 Exponaten thematisiert die Schau auf rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Mission des Germanicus in den Jahren 14 und 15 n. Chr. Mit einem großem Truppenaufgebot sollte der Adoptivsohn des Kaisers die rebelli‧schen Stämme dauerhaft besiegen. Die offenbar unter Germanicus angelegten Knochengruben, in denen die Überreste der getöteten Varus-Legionäre gesammelt wurden, sind bisher das einzige archäologische Indiz für die Anwesenheit dieser großen Streitmacht in Germanien. Anhand wertvoller Leihgaben – darunter das sogenannte Schwert des Tiberius aus dem British Museum – gibt die Ausstellung zudem Einblicke in die römische Kaiserfamilie und ihren Kampf um die Macht im Staat sowie um die Gunst des Volkes.
Redaktion DAMALS





