Die provokante These, nach der „die Geburt der modernen Welt“ (so der Untertitel) nicht von Christen, sondern von Muslimen ausgegangen ist, konkretisiert Mikhail in seiner biographischen Betrachtung des osmanischen Sultans Selim I. (1470–1520), eines höchst ehrgeizigen Herrschers, der eine große Machtbasis für sein Reich schuf. Flüssig geschrieben und mit pointierten Urteilen gespickt, fordert das Buch zum Umdenken auf, nicht immer überzeugend, aber durchaus anregend.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Alan Mikhail
Gottes Schatten
Sultan Selim und die Geburt der modernen Welt
Verlag C. H. Beck, München 2021, 508 Seiten, 32,–





