Mit Kaiser Friedrich II. endet die Linie der Staufer an der Spitze des Heiligen Römischen Reichs. Es war ein dramatisches Ende. Der letzte Stauferkaiser führte bis zu seinem Tod einen erbitterten Kampf mit dem Papsttum. Es war eine Auseinandersetzung auf großer Bühne, begleitet und kommentiert von publizistischen Kampagnen, in denen der Kaiser je nach Standpunkt der Antichrist war oder der Retter der christlichen Welt vor päpstlicher Willkür.
Am 17. Juli 1245 erklärte Papst Innozenz IV. (1243 – 1254) Kaiser Friedrich II. für abgesetzt, und der Papst betonte dabei, dass die Christenheit nur durch eine einzige Person gelenkt werden könne. Friedrich II. akzeptierte seine Absetzung nicht. Er lebte und herrschte noch mehr als fünf Jahre, ohne dass einer seiner Gegner mit päpstlicher Unterstützung ihm hätte gefährlich werden können.





