Wegen der 75 Jahre Distanz zum wenig bekannten Aufstand in Treblinka am 2. August 1943 hofft Wójcik, diese infernalische, im Grunde weder schreib- noch lesbare Geschichte in den Griff zu bekommen. Und tatsächlich gelingt es ihm. Vielleicht deshalb, weil der Autor nicht der Versuchung erliegt, kommentarlos die schrecklichsten Zitate aus den Berichten der Überlebenden abzuschreiben. Man darf sie nicht unreflektiert übernehmen; dessen ist er sich bewusst. Obwohl sich die Erinnerungen der Überlebenden nur teilweise decken, teils einander widersprechen,
gewinnt man letztlich doch den Eindruck von Glaubwürdigkeit. Sich den Alltag in einem Vernichtungslager vorzustellen liegt ohnehin außerhalb unserer Fähigkeiten.





