Den Apollotempel auf dem Palatin mit seinen Säulenhallen, den Tempel für den vergöttlichten Julius, das Lupercal, … , die Weihestätte am Circus Maximus, Tempel auf dem Kapitol für Juppiter Feretrius und Juppiter Tonans, den Tempel des Quirinus, Tempel der Minerva, der Juno Regina, des Juppiter Libertas auf dem Aventin, ein Heiligtum der Laren am höchsten Punkt der Via sacra, das Heiligtum der Penaten im Bezirk der Velia, den Tempel der Juventas und den Tempel der Mater Magna auf dem Palatin; all dieses habe ich erbaut.“ Im Tatenbericht des Kaisers Augustus (27 v. Chr. – 14 n. Chr.), der auf zwei großen Bronzetafeln neben seinem Mausoleum in Rom aufgestellt war und den er in das gesamte Reich verschicken ließ, berichtet dieser auch, dass er das Kapitol und 82 Tempel habe wiederherstellen lassen. Ja, er errichtete direkt neben seinem Palast auf dem Palatin einen Tempel des Apollon und begab sich so in die direkte Nachbarschaft eines Gottes. Zudem war Augustus persönlich Mitglied in allen vornehmen römischen Priesterkollegien, 12 v. Chr. wurde er auch zum Pontifex maximus, dem vornehmsten Priester Roms, gewählt, in ein Amt, das bis in die Spätantike alle Kaiser innehatten. Augustus setzte sich dadurch bewusst in Szene, dass er der öffentlichen Religion die Bedeutung zukommen ließ, die ihr nach Sitte der Vorfahren (mos maiorum) zustand. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2013.
Prof. Dr. Wolfgang Spickermann





