Als Kaiser Augustus im Jahr 14 n. Chr. im Alter von knapp 76 Jahren starb, war die Trauer groß. Unzählige Menschen säumten die Straßen, als sich der Leichenzug vom Sterbeort Nola in Kampanien zur Hauptstadt Rom bewegte. Als sein Nachfolger Tiberius 23 Jahre später im Alter von 77 Jahren starb, lief das Volk durch…
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Dieses Schicksal blieb dem prominenten Verstorbenen zwar erspart. Tiberius wurde in der Familiengrabstätte auf dem Marsfeld in Rom an der Seite des Augustus bestattet, in jenem Mausoleum, das jetzt nach einer umfangreichen Restaurierung wieder in altem Glanz erstrahlt. Aberbis heute haftet dem zweiten römischen Kaiser das Odium extremer Unpopularität an. Fast unisono sprechen die antiken Quellen von ihm als einem schwierigen Charakter, einer unglücklichen Figur, einem Herrscher, der, je älter er wurde, desto mehr zu einem wüsten Tyrannen mutierte.
Tiberius war tatsächlich kein Typ, dem die Herzen des Volkes nur so zuflogen. Dass es ihm nicht gelang, die für einen römischen Politiker und auch für einen Kaiser so wichtige Akzeptanz bei den für die Stimmung relevanten Bevölkerungsgruppen zu gewinnen, lag aber nicht allein an der in seiner Persönlichkeit angelegten Unfähigkeit, auf Menschen zuzugehen. Tiberius war vielmehr ein Herrscher, dem die von seinem Vorgänger Augustus aufgestellten Spielregeln des politischen Geschäfts fremd blieben. Und damit war er trotz aller Bemühungen und Leistungen der falsche Kaiser zur falschen Zeit.
Durch die Heirat seiner Mutter mit Augustus wird der Knabe Mitglied der neuen Herrscherdynastie
Häufig dient eine „schwierige Kindheit“ als Alibi für Probleme im späteren Leben. Tiberius jedenfalls hätte mit Recht darauf verweisen können, dass seine persönliche Frühzeit nicht gerade von einer Atmosphäre der Harmonie und der Geborgenheit geprägt war. Dafür waren neben speziellen familiären Verhältnissen auch turbulente politische Geschehnisse verantwortlich.
Tiberius wurde am 16. November 42 v. Chr. in Rom geboren. Zu diesem Zeitpunkt war nicht absehbar, dass er einmal die Spitzenposition im Staat bekleiden würde. Seine Mutter Livia, damals 16 Jahre alt, war mit einem Patrizier namens Tiberius Claudius Nero verheiratet, der, ohne es zu ahnen, die Namen dreier späterer Kaiser trug. Die Geburt des späteren Kaisers Tiberius fiel in die Endphase der römischen Republik. Kurz zuvor war der Dictator Julius Caesar ermordet worden. Die Folge waren heftige Bürgerkriege. Einer der Protagonisten war der junge Oktavian. Der Adoptivsohn Caesars ging aus diesen Auseinandersetzungen als Sieger hervor. Unter dem Namen Augustus wurde er zum Begründer einer neuen, Prinzipat genannten Monarchie, die ihre Legitimation aus dem Anspruch des Stifters bezog, das schlingernde Staatsschiff dank seiner überragenden Leistungen vor dem Untergang gerettet zu haben.
Der Bürgerkriegsheld fand nicht nur Gefallen an Macht und Einfluss, sondern auch an der jungen Mutter des Tiberius. Als Tiberius vier Jahre alt war, inszenierte der spätere Kaiser eine Eheanbahnung der besonderen Art, indem er den Gatten der Livia mit Verweis auf seine überragende Stellung und die damit verbundenen Sanktionsmöglichkeiten davon überzeugte, dass es besser für ihn sei, ihm seine Frau zu überlassen. Offenbar war er tatsächlich in Livia verliebt. Die Ehe hielt fast 52 Jahre, bis zum Tod des Augustus.
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Doch der kluge Taktiker wusste auch um die politische Bedeutung der Verbindung mit Livia. Sie stammte aus der bedeutenden Familie der Claudier und verfügte über gute Beziehungen. Oktavian war durch die von Julius Caesar vorgenommene Adoption Teil der julischen Familie geworden. So wurde mit der Hochzeit im Jahr 38 v. Chr. die Allianz der julisch-claudischen Dynastie geschmiedet, aus der nach Augustus und Tiberius die späteren Kaiser Caligula, Claudius und Nero hervorgingen.
Die zweite Heirat seiner Mutter verlieh dem Leben des Tiberius eine völlig neue Wendung. Als Stiefsohn des Kaisers und Mitglied des von Augustus patriarchalisch geführten julisch-claudischen Familienunternehmens stand er fortan im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Augustus zog die Fäden, die Mitglieder seiner Familie hatten die ihr vom autoritären Oberhaupt zugewiesenen Rollen zu spielen.
Unter seinen Soldaten leben – das gefällt dem Feldherrn
Als Tiberius zehn Jahre alt war, gab der Stiefvater dessen Verlobung mit der einjährigen Tochter des Vipsanius Agrippa bekannt. Agrippa war im Kampf um die Macht im Staat sein wichtigster Helfer, und das in römischen Aristokratenkreisen traditionell beliebte Mittel der Heiratspolitik diente dazu, bewährte Verbündete noch enger an sich zu binden.
Bald wurden Tiberius und sein jüngerer Bruder Drusus (mit ihm war Livia schwanger gewesen, als Oktavian den ersten Ehemann ersetzte) eng in die operativen Geschäfte des Kaisers eingespannt. Augustus betrieb, nicht zuletzt um seine innenpolitische Position zu festigen, eine entschieden offensive Außenpolitik. Erfolgreiche Kriege waren ein festes Element im Baukasten seiner imperialen Strategie. Nach ersten Einsätzen in Nordspanien vertraute der Kaiser seinem Stiefsohn wichtige militärische Aufgaben in Germanien an. Augustus träumte von einer Erweiterung des Römischen Reichs bis an die Elbe. Zur Vorbereitung dieses ambitionierten Unternehmens setzte er Tiberius und Drusus in Marsch, denen es in den Jahren 16 und 15 v. Chr. gelang, die Alpenvölker zu unterwerfen und eine Basis für militärische Aktionen im germanischen Raum zu schaffen.
Tiberius betrat die Alpen dabei als frisch gebackener Ehemann: Kurz vor der Abreise hatte die Hochzeit mit seiner Dauerverlobten Vipsania Agrippina stattgefunden. Als militärischer Führer war Tiberius in seinem Element. Anders als in der Enge der Hauptstadt, wo er unter der ständigen Kontrolle des strengen Übervaters Augustus stand, fühlte er sich im Kreis seiner Soldaten ausgesprochen wohl. Und er stellte herausragende kriegerische Fähigkeiten unter Beweis: In Rom trafen aus den Lagern des Tiberius nur Erfolgsmeldungen ein.
Kaiser Augustus hatte jedoch eine besondere Begabung, ihn gerade dann, wenn er sich obenauf wähnte, in die Schranken zu weisen und zu demonstrieren, wie es um die innerfamiliäre Hierarchie bestellt war. Im Jahr 12 v. Chr. musste sich der 30-Jährige auf Anweisung des Prinzeps von Vipsania scheiden lassen. Statt dessen wurde ihm aufgetragen, Julia, die Tochter des Prinzeps, zu heiraten. Die Begeisterung hielt sich bei Tiberius in engen Grenzen: Erstens war er seiner Vipsania wirklich zugetan, hatte mir ihr einen gemeinsamen Sohn; zweitens war Julia aufgrund ihres lockeren Lebenswandels das personifizierte Gegenprogramm zu der vom Vater offiziell verkündeten moralischen Erneuerung der römischen Gesellschaft; und drittens brachte sie aus ihrer Ehe mit dem Augustus-Freund Vipsanius Agrippa, dem Vater von Tiberius’ Frau Vipsania, gleich fünf Kinder mit in die Ehe.
Damit leistete sie einen wesentlichen Beitrag zur Vergrößerung der personell ohnehin gut bestückten julisch-claudischen Dynastie – und auch dazu, dass es modernen Rezipienten der römischen Kaiserzeit zuweilen schwer fällt, bei den Mitgliedern dieser großen Familie den Überblick zu behalten, zumal von Augustus bis Nero Heiraten, Scheidungen, Wiederverheiratungen und Adoptionen an der Tagesordnung waren.
Tiberius, nun nicht nur Stiefsohn, sondern auch Schwiegersohn des Augustus, gehorchte widerwillig und war froh, als er wieder an die Front durfte. Als Befehlshaber in Germanien eilte er abermals von Sieg zu Sieg. An ihm lag es jedenfalls nicht, dass die Eroberung und Unterwerfung Germaniens durch die Römer letztlich scheiterte. Keine Spekulation, sondern hohe Wahrscheinlichkeit: Hätte später, im Jahr 9 n. Chr. in der Schlacht im Teutoburger Wald, Tiberius statt Varus an der Spitze der römischen Legionen gestanden, hätte die für die Römer desaströse Auseinandersetzung sicher einen anderen Ausgang genommen. Ärgerlich für Rom, dass zu dieser Zeit Tiberius den Auftrag des Augustus durchführte, eine Erhebung in Pannonien (heute Westungarn) niederzuwerfen. Als diese Aufgabe erledigt war, schickte der Prinzeps seinen Krisenmanager sofort nach Germanien, wo er aber nur noch Schadensbegrenzung betreiben konnte.
Nachfolger des Augustus, aber nicht dessen Wunschkandidat
Am 17. September 14 n. Chr. wurde Tiberius vom Senat offiziell zum römischen Kaiser ernannt. Er war zu diesem Zeitpunkt 55 Jahre alt. Ob er wusste, dass Julius Caesar, als er 39 Jahre alt gewesen war, sich darüber beklagt hatte, in einem Alter zu sein, in dem Alexander der Große schon alle seine Glanztaten vollbracht hatte und sogar bereits längst gestorben war – und er selbst noch nichts Bedeutendes geleistet hatte? So gesehen, war Tiberius deutlich zu alt für seine neue Position. Er hatte lange, zu lange, warten müssen, bis er endlich an die Spitze des Staates treten durfte.
Und er war auch nicht der Wunschnachfolger des Augustus gewesen. Der Begründer des römischen Kaisertums hatte eigentlich seine beiden Enkel Gaius und Lucius Caesar favorisiert. Die Söhne aus der Ehe der Julia mit Vipsanius Agrippa waren aber, zum Leidwesen des Kaisers, sehr früh gestorben. So lief alles auf Tiberius hinaus. Augustus hatte dennoch große Bedenken. Tiberius war ein guter Soldat, doch ihm fehlte das Talent, seine Taten publikumswirksam zu präsentieren. Das aber war notwendig in einer Gesellschaft, in der Formen mehr zählten als Inhalte. Augustus war ein Meister der Selbstinszenierung. Er wusste sich so darzustellen, dass alle Menschen der Meinung waren, der Kaiser sei ihr persönlicher Garant für Sicherheit und Ordnung. Tiberius hingegen hatte in seiner bisherigen Karriere im Dienst des julisch-claudischen Familienunternehmens derlei propagandistische Fähigkeiten nicht erkennen lassen.
Für Augustus war die Hoffnung auf Kontinuität des Prinzipats indes wichtiger als die Furcht vor einer Fehlbesetzung. 4 n. Chr., nach dem plötzlichen Tod des Enkels Gaius, hatte er seinen Stiefsohn offiziell adoptiert. Schwiegersohn war Tiberius zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Auf Anweisung des Augustus war die Ehe mit Julia sechs Jahre zuvor geschieden worden. Grund waren die, wie es hieß, anhaltenden Ausschweifungen der Kaisertochter, die vom strengen Vater zur Strafe auf eine einsame Insel vor der Tyrrhenischen Küste verbannt wurde.
Tiberius hatte auf diese Entscheidung keinerlei Einfluss, die Scheidung war von Augustus in seinem Namen ausgesprochen worden. Tiberius befand sich zu dieser Zeit auf der griechischen Insel Rhodos. Dorthin hatte er sich im Jahre 6 v. Chr. zurückgezogen – zum einen, weil er sich von den Bedrängnissen der Hauptstadt und der Familie freimachen wollte, zum anderen, weil er dem Übervater Augustus und auch der dominanten Mutter Livia mit seiner Abwesenheit signalisieren wollte, was sie eigentlich an ihm hatten. Tiberius rechnete damit, dass man ihn bald nach Rom zurückrufen würde. Doch Augustus bestrafte seine Eigenmächtigkeit mit demonstrativer Nichtbeachtung. So dauerte es acht Jahre, bis Tiberius nach Rom zurückkehrte.
Als Augustus im August 14 n. Chr. starb, war für die Nachfolge alles vorbereitet. Keine Selbstverständlichkeit, denn eigentlich war die von Augustus installierte Herrschaft nicht auf Nachfolge angelegt. Vielmehr war der Initiator der Monarchie mit dem Anspruch angetreten, die alte Republik wiederhergestellt zu haben (an deren Zerstörung er nicht unmaßgeblich beteiligt gewesen war).
Anders als Augustus erhält er von den Historikern schlechte Noten
Die republikanischen Institutionen und Gremien blieben aber tatsächlich unberührt: Der Kaiser war kein abgehobener Potentat, sondern ein Erster unter Gleichen. Deshalb war ein gutes Verhältnis zu den Eliten unabdingbar – zu den Senatoren, zu den Spitzen der Militärs –, aber auch zum einfachen Volk, das viel zum Renommee eines Politikers in Rom beitragen konnte, etwa durch Beifalls- oder Unmutsbekundungen im Theater oder im Circus.
Augustus hatte, was die Nachfolge anging, die Weichen rechtzeitig in Richtung Tiberius gestellt. Die Adoption war der erste Schritt gewesen. Es folgte die Übertragung zentraler Kompetenzen für den innen- und außenpolitischen Bereich. Auch der Senat signalisierte Zustimmung, obwohl sich bei vielen Senatoren die Sehnsucht nach einem neuen Prinzeps in Grenzen hielt. Der neue Prinzeps tat alles, um das Wohlwollen der ehrwürdigen Versammlung zu gewinnen. Bei seiner ersten Ansprache als neuer Kaiser teilte er den erstaunten Senatoren mit, man solle in einem Staat, der sich auf so viele hervorragende Männer stützen könne, nicht alles einem Einzigen aufbürden.
Taktik oder ehrliches Anliegen? Man erkennt in dieser Aussage noch die Handschrift des Augustus, der es perfekt verstanden hatte, sich nach außen hin ganz bescheiden zu geben, in Wirklichkeit aber alles tat, um seine herausgehobene Position zu festigen.
Tiberius fuhr in den 23 Jahren seiner Herrschaft einen eigenen Kurs. Glaubt man den schriftlichen Quellen, war er ein Versager. Der Historiker und Senator Tacitus, der auch das moderne Bild römischer Kaiser wesentlich geprägt hat, gab ihm im Rückblick fast nur schlechte Noten. Nicht viel besser sieht er bei dem Biographen Sueton und dem späteren Geschichtsschreiber Cassius Dio aus. Der einzige Zeitgenosse Velleius Paterculus hingegen war begeistert, aber weniger aus Überzeugung, sondern weil er sich – zur Umgebung des Kaisers gehörend – davon Vorteile erhoffte.
Tatsächlich gab es objektiv einige Negativpunkte. Tiberius war durchaus nicht nur ein Opfer der Quellen. Ein trübes Kapitel seiner Herrschaft sind die sogenannten Majestätsprozesse. Sie betrafen Vergehen gegen die maiestas, die fast in sakralen Dimensionen gedachte Würde des Kaisers und seiner Familie. Je länger er regierte, desto mehr fühlte sich Tiberius als Opfer von Beleidigungen, Nachstellungen und Verschwörungen, die er hart ahndete.
Die schwerste Sünde seiner Amtszeit war in den Augen der Römer der Rückzug nach Capri. Im Jahr 26 n. Chr. kehrte der Kaiser, nunmehr bereits 67 Jahre alt, der Hauptstadt den Rücken und wählte als neuen dauerhaften Dienstsitz die Insel im Golf von Neapel. Bis zu seinem Tod im Jahr 37 setzte er keinen Fuß mehr in die Stadt am Tiber. Stattdessen residierte er in seiner mondänen Inselvilla (vermutlich die Villa Jovis an der östlichen Spitze von Capri) – und feierte nur noch spektakuläre Orgien. So wollte es jedenfalls die üppig brodelnde römische Gerüchteküche wissen.
Die Römer wollen keinen distanzierten Herrscher
Richtig ist daran nicht viel. Mit solchen Vorwürfen reagierten seine Gegner auf die Tatsache, dass der Patron aller Römer gegen eine soziale Grundregel verstoßen hatte: Er hatte seine Klientel im Stich gelassen. Die Menschen wollten keinen distanzierten, sondern einen präsenten Kaiser. Unter dem Aspekt der Originalität preisverdächtig ist die Behauptung des Tacitus, Tiberius habe Rom und seine Römer verlassen, weil er von seinem Äußeren her einen beklagenswerten Eindruck gemacht habe („Seine hohe Gestalt war sehr hager und gebeugt, sein Scheitel kahl, sein Gesicht voller Geschwüre und meist mit Pflastern übersät“). Aber Tiberius war nicht so eitel wie sein Adoptivgroßvater Julius Caesar, der, unglücklich über sein schwindendes Haupthaar, stets einen Lorbeerkranz trug.
Auch Sejan war nicht der Hauptgrund für den Rückzug auf die Insel. Der ambitionierte Präfekt der mächtigen Prätorianergarde, die eigentlich dazu da war, das Leben des Kaisers zu schützen, hatte sich unter Tiberius zu einem bedeutenden Machtfaktor entwickelt. Jedoch strebte er nicht, wie manche Quellen behaupten, nach der ersten Position im Staat. Ihm genügte es, unter einem Herrscher zu dienen, der ihm alle Freiheiten ließ. Somit hatte Tiberius auch keinen Grund, vor Sejan zu fliehen. Er verließ Rom, weil er des hektischen Hauptstadtbetriebs überdrüssig war, bei den Leuten mit seiner pflichtbewussten, sparsamen Art nicht ankam – und auch, weil er der Maßregelungen vonseiten der Mutter Livia (sie starb erst 29 n. Chr. im Alter von 86 Jahren) überdrüssig war.
Die Regierungsfähigkeit war allerdings nicht beeinträchtigt. Tiberius konnte mit seinem Stab die Geschicke des Reiches auch von Capri aus lenken – mit mehr Erfolg übrigens als mancher andere Herrscher, der als „guter“ Kaiser in die Geschichte eingegangen ist. Doch populär wurde er nie. Aber viele, die nach seinem Tod „Tiberius in den Tiber!“ gerufen hatten, dürften sich unter seinem exzentrischen Nachfolger Caligula gefragt haben, ob sie mit seinem Vorgänger wirklich so schlecht gefahren waren.
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