Oktober 1977: Die Planung der Mission beginnt, die damals noch „Jupiter Orbiter Probe” heißt.
28. Januar 1986: Die Challenger-Katastrophe erfordert erhebliche Umplanungen der Mission, die damals kurz vor dem Start steht. Die Sonde muss quer durch die USA zurück nach Kalifornien und später zum Start zurück nach Florida gefahren werden.
18. Oktober 1989: Start mit dem Space Shuttle Atlantis; die Oberstufe IUS schießt die Sonde aus dem Erdorbit heraus.
10. Februar 1990: Ein Vorbeiflug an der Venus in 16 000 Kilometer Höhe wird für wissenschaftliche Beobachtungen genutzt.
8. Dezember 1990: Bei einem Vorbeiflug an der Erde in 960 Kilometer Höhe werden ebenfalls Beobachtungen gemacht, unter anderem von der Rückseite des Mondes.
April 1991: Das Öffnen der großen Parabolantenne misslingt – ein entscheidendes Schmiermittel war während der langen Landtransporte Galileos verloren gegangen. Bis 1996 gibt es zahlreiche vergebliche Versuche, die Antenne doch noch aufzubekommen, aber längst sind detaillierte Pläne gemacht worden, alle Daten über eine kleine Hilfsantenne zu senden.
29. Oktober 1991: Vorbeiflug an Gaspra – zum ersten Mal wird ein Planetoid von einer Raumsonde aus der Nähe beobachtet.
8. Dezember 1992: Ein weiter Vorbeiflug an der Erde in 303 Kilometer Höhe gibt Galileo genug Schwung, um Jupiter zu erreichen.
28. August 1993: Zweiter Vorbeiflug an einem Planetoiden, Ida – zum ersten Mal wird dort ein Mond eines Kleinplaneten direkt gesichtet und Dactyl getauft.
Juli 1994: Als einzige Raumsonde kann Galileo den Einschlag von Fragmenten des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf dem Jupiter direkt beobachten, weil die Einschlagspunkte von der Erde aus gesehen knapp hinter dem Jupiterrand liegen.
13. Juli 1995: Abtrennung der Atmosphärenkapsel, die antriebslos auf den Jupiter zielt, während Galileo seine Bahn ändert, um in einen Orbit eintreten zu können.
Mitte Oktober 1995: Der Bandrekorder Galileos, unerlässlich für die Zwischenspeicherung der Datenflut während der nahen Vorbeiflüge an den Jupitermonden, zerstört sich beinahe selbst und kann nur noch mit großer Vorsicht betrieben werden.
7. Dezember 1995: Ankunft von Orbiter und Kapsel – zum ersten Mal tritt eine Raumsonde in eine Umlaufbahn um einen der äußeren Planeten. Ebenfalls zum ersten Mal taucht eine Kapsel voller Meßinstrumente in die Atmosphäre eines Riesenplaneten.
27. Juni 1996: Erster naher Vorbeiflug an einem Jupitermond, mit vollem wissenschaftlichem Programm, bei einer Annäherung an Ganymed bis auf 897 Kilometer; alle paar Monate folgen weitere Vorbeiflüge an Jupitermonden.
Dezember 1997: Ende der Primärmission und Beginn der ersten von drei Verlängerungen, zunächst mit möglichst vielen nahen Vorbeiflügen an Europa. Dieser Mond hat mit seinen Anzeichen für einen Ozean unter der Eiskruste für das größte Interesse gesorgt.
21. September 2003: Mit einem kontrollierten Sturz in den Jupiter endet die Mission, rund 26 Jahre nach Beginn der Planung. Die Datenauswertung wird aber noch mindestens ein Jahrzehnt dauern.





