In früheren Tagen versammmelten sich hier reiche Chinesen und Ausländer, es trafen sich Politiker, Abenteurer, Olig-archen, Finanziers und Diplomaten: im Badeort Peitaiho, dem „Biarritz am Gelben Meer“. Auch Mao Zedong pflegte die Sommermonate dort zu verbringen. Rainer Kloubert, der selbst fünf Jahre in China gelebt hat, schildert in seinem illustrierten „Großen chinesischen Raritätenkasten“ Lebensläufe und Geschichten, die mit Peitaiho verbunden sind. Liebevoll beschreibt er die alten Häuser, die ihn an „einen vom Krieg verschonten Flecken am Bodensee“ erinnern, und lässt fast vergessene Personen, die in Peitaiho weilten, wieder auferstehen: den Engländer Robert Hart etwa, der seit 1865 Leiter des chinesischen Seezolldienstes war, Zhu Qiqian, den ehemaligen Bürgermeister von Peking und Vize-premierminister der Republik, oder den Österreicher Rolf Geyling, der als Architekt das Gesicht Peitaihos maßgeblich prägte.