In lockerem Erzählton durchstreift er, auch mit Blick auf die Reichsgeschichte, die politische und wirtschaftliche Entwicklung Würzburgs über die Jahrhunderte; von den Anfängen der Mission im 7. Jahrhundert über die glanzvoll begangene Hochzeit Friedrich Barbarossas mit Beatrix von Burgund 1156, aber auch die antijüdischen Ausschreitungen, des „Rintfleisch-Pogroms“ 1298, bis zur Verbrennung des „heiligen Jünglings“ Hans Behem am Würzburger Schottenanger. Behem hatte 1476 in Niklashausen im Taubertal vor Zehntausenden von Zuhörern zur religiösen Umkehr aufgerufen.
So erfährt man zwar allerlei Wissenswertes über die Würzburger Geschichte, aber zu der Tatsache, dass Pitz gänzlich auf Anmerkungen verzichtet, passt die zum Teil etwas vage, manchmal auch recht saloppe Ausdrucksweise des Autors.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Christoph Pitz
Das Würzburger Jahrtausend
Die Zeit des Mittelalters in Geschichte und Geschichten
Echter Verlag, Würzburg 2018, 352 Seiten, € 19,90





