Eine Residenz und ein Zentrum des persischen Großreichs sollte es werden, was König Dareius der Große (522-486 v. Chr.) um 518 v. Chr. auf einer halb künstlichen, halb natürlichen Terrasse errichten ließ. Binnen kürzester Zeit stieg die auf dem Reißbrett geplante Stadt zur Hauptstadt der achämenidischen Könige auf. Auch unter den sasanidischen Nachfolgern des Dareius, Xerxes und Artaxerxes, wurde sie weiter ausgebaut. Heute lassen vor allem die Ruinen der prachtvollen Repräsentationsgebäude, wie etwa die mehrerer Herrscherpaläste, des Thronsaales oder des Fratadara-Tempels und die von der mesopotamischen Ikonographie beeinflußten Reliefs den früheren Glanz und die Bedeutung der Stadt erahnen. Heidemarie Koch stellt Persepolis, das im 17. Jahrhundert wieder entdeckt wurde, in einem Bildband vor. Einem kurzen geschichtlichen Überblick folgt die nähere Beschreibung der Stadt. Besonders in ihrem “Gang durch die Ruinen” liefert die Autorin detaillierte Informationen zur Bau- und Kunstgeschichte der Gebäude und Reliefs sowie zu ihrer Funktion. Der Band ist reichhaltig bebildert. Zahlreiche Grafiken, deren Qualität sich jedoch nicht mit der der Bilder messen kann, ergänzen die Darstellung. Eine souveräne Arbeit, die ein ausführliches Bild der ehemaligen Hauptstadt zeichnet.
Rezension: Deck, Yvonne





