Präsentiert wird der künstlerische Austausch zwischen dem großen Dichter und seinem ältesten Sohn, dem Maler Ivo Hauptmann (1886-1973). Im Mittelpunkt stehen dabei die „poetischen Orte“, die beide Künstler über Jahrzehnte hinweg inspirierten: das wildromantische Riesengebirge, die herbe Schönheit der Nord- und Ostseeküste und das Mittelmeer mit seinem südlichen Flair. Weltoffen und voller Entdeckerfreude ließen die Künstler diese ganz unterschiedlichen Landschaften auf sich wirken und arbeiteten vorzugsweise unmittelbar in der Natur. Immer wieder lud der Dichter seinen Sohn ein, ihn an seinen Lieblingsorten – im schlesischen Agnetendorf, auf der Insel Hiddensee oder an der italienischen Riviera – zu besuchen. 1907 reisten sie gemeinsam durch Griechenland. Auf diese Weise entwickelte sich zwischen dem Maler und dem Dichter ein einzigartiger, von gegenseitiger Wertschätzung getragener künstlerischer Dialog. Reizvoll ist die unterschiedliche Sicht der Künstler auf die besondere Atmosphäre der verschiedenen „Orte“, deren Zauber sich in Wort und Bild erneut entfaltet.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Harriet Hauptmann, die sich als Enkelin Ivo Hauptmanns seit Jahren intensiv für das Werk beider Künstler engagiert.





