Wir sind nur Marionetten eines Systems, auf das wir keinen Einfluss haben“, formulierte einmal der finnische Skirennläufer Kalle Pallander, Weltmeister im Slalom. Kaum ein Ereignis hat dies deutlicher gemacht als die Olympischen Spiele von Moskau vor 40 Jahren, die zum Gegenstand weltpolitischer Auseinandersetzungen wurden.
Allerdings war es nicht der erste Boykott Olympischer Spiele. Wenig beachtet von der internationalen Öffentlichkeit, waren die Schweiz, die Niederlande und Spanien den Spielen von 1956 in Melbourne ferngeblieben, um gegen die Niederschlagung des Volksaufstands in Ungarn zu demonstrieren; eine Maßnahme, die auf Unverständnis auch in der westlichen Welt stieß. Und 1976 boykottierten 16 afrikanische Staaten die Olympischen Spiele von Montreal, weil Neuseeland daran teilnahm – das zuvor gegen den damals international geächteten Apartheid-Staat Südafrika Rugby gespielt hatte.





