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Portugals rabiater Reformer
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestimmte der Marquis von Pombal die Richtlinien der portugiesischen Politik. Mit drastischen Methoden versuchte er, sein rückständiges Land ins Zeitalter der Aufklärung zu katapultieren.
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Man hätte meinen können, die Stadt schlage Wellen. Ein Kapitän, der von Bord seines Schiffes in der Tejo-Mündung das Schauspiel beobachtete, sah das Häusermeer „vorwärts und rückwärts wogen, wie ein Kornfeld in der Brise“. Ein englischer Augenzeuge notierte „einen seltsamen schreckenerregenden unterirdischen Lärm, ähnlich dem hohlen entfernten Rumpeln des Donners“. Gebäude seien von einer Seite zur anderen geschwankt „in einer Bewegung vergleichbar der eines Wagens, der mit Gewalt über rauhes steiniges Gelände gefahren wird“.
Am Vormittag des 1. November 1755 erschütterten in kurzem Abstand zwei Erdstöße, gefolgt von einer Flutwelle, die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Der erste dauerte sechs, der zweite, noch wesentlich heftigere drei Minuten. Am Ende waren bis zu 100 000 der damals 275 000 Einwohner tot und lagen zwei Drittel der Stadt in Trümmern. Das Erdbeben von Lissabon war ein Schock für die gebildete, aufgeklärte Öffentlichkeit Europas, deren Fortschrittsoptimismus, die Überzeugung, in einer trotz allem doch vernunftgeordneten Welt zu leben, irreparablen Schaden nahm.
Ein Ehrgeiziger, der in der Katastrophe seine Chance erkennt
Einen freilich gab es, der in der Katastrophe die Chance sah, auf die er lange gewartet hatte. Sebastião José de Carvalho e Melo, der Nachwelt bekannt unter dem Titel eines Marquis von Pombal, den er seit 1770 trug, war seit fünf Jahren Außenminister und längst der starke Mann im Kabinett. Doch er strebte nach mehr. Er hatte genaue Vorstellungen, in welche Richtung sich Staat und Gesellschaft Portugals zu entwickeln hatten. Der Zufall hatte es gefügt, dass sein Palais zu den wenigen Immobilien zählte, die das Beben unversehrt gelassen hatte. Unverzüglich schwang er sich in seine Kutsche und preschte nach Belém, einen westlich gelegenen Vorort, wo sich der König am liebsten aufhielt.
Sebastião de Carvalho fand Joseph I. im Zustand kompletter nervlicher Zerrüttung. „Was können wir nur tun“, fragte der Monarch ein ums andere Mal, „was können wir nur tun in dieser Heimsuchung göttlicher Gerechtigkeit?“ Der Besucher entgegnete: „Die Toten begraben und die Lebenden mit Nahrung versorgen.“ So schlicht die Antwort war, der König in seiner Verzweiflung fand darin offenbar Trost und Halt. Als Sebastião de Carvalho die Residenz in Belém verließ, war er mit allumfassenden Vollmachten als Krisenmanager ausgestattet.
Er war an diesem Wendepunkt seiner Biographie bereits 56 Jahre alt. Der Aufstieg in die Gipfelzone der Politik war langwierig und mühselig gewesen. Mächtige und einflussreiche Gegner hatten ihm, wo sie konnten, Steine in den Weg gelegt. Zur Welt gekommen war der spätere Marquis von Pombal 1699 als Sohn eines Kavalleriehauptmanns und kleinadligen Grundbesitzers in der Gegend der Universitätsstadt Coimbra, wo er als junger Mann zunächst ein Studium aufnahm, bevor er in die Armee eintrat. Ein Onkel, Domherr an der Kathedrale von Lissabon, vermittelte ihm die Bekanntschaft mit Kardinal João da Mota e Silva, dem damaligen Premierminister. Doch die Hoffnung, Anschluss an die gesellschaftlich tonangebenden Kreise der Hauptstadt zu gewinnen, erfüllte sich im ersten Anlauf nicht. Enttäuscht kehrte Sebastião auf das väterliche Landgut in dem Dörfchen Soure zurück und blieb dort sieben Jahre.
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Durch die Heirat mit der Witwe eines Hocharistokraten, die er gegen den Widerstand der Familie erzwang, indem er die Braut bei Nacht und Nebel aus dem Stadtpalais des Grafen von Almada entführte und mit ihr nach Soure durchbrannte, gelang es ihm 1733, den Zugang zu den exklusivsten Zirkeln seines Landes zumindest einen Spaltbreit aufzustoßen. Noch im selben Jahr durfte er einen Sitz in der neugegründeten Akademie für Geschichtsschreibung einnehmen, die sich der Verherrlichung der regierenden Braganza-Dynastie widmen sollte. Eine Erbschaft bescherte ihm ein erkleckliches Immobilienvermögen. Schließlich erklomm er auch die erste Stufe zum politischen Aufstieg, als der König ihn 1739 zum Botschafter in Großbritannien ernannte.
In London sieht der Botschafter all das, was in seinem Heimatland fehlt
London war der wohl wichtigste Auslandsposten, den die portugiesische Diplomatie zu vergeben hatte. Seit 1373 waren England und Portugal durch einen Vertrag über „wahre, treue, beständige, gegenseitige und immerwährende Freundschaft“ sowie „aufrichtige Zuneigung“ verbunden, der in den folgenden Jahrhunderten mehrfach erneuert und bekräftigt wurde. Bis heute gilt der Pakt als das älteste bestehende Bündnis zweier Staaten. Für Portugal war England die Schutzmacht gegen Begehrlichkeiten des Nachbarn Spanien. Die wirtschaftliche Verflechtung hätte enger kaum sein können. Englisches Kapital, englische Kaufleute beherrschten den portugiesischen Markt.
Die Jahre in London wurden für Pombal zur prägenden Erfahrung. Er fand hier das Modell einer funktionstüchtigen, wirtschaftlich erfolgreichen, nach den Maßstäben der Zeit modernen Gesellschaft, wie er sie sich als Schüler der Aufklärung auch für sein Land vorstellte. Nach Lissabon schrieb er: „Als ich an diesen Hof kam, fand ich, dass es die interessanteste Aufgabe eines portugiesischen Botschafters ist, herauszufinden, warum die portugiesische Wirtschaft im Niedergang, die Wirtschaft Englands und anderer Länder aber zur selben Zeit im Wachstum begriffen ist. Alle Nationen Europas vermehren ihre Macht, indem sie einander nachahmen.“
Es war das Thema, das Pombal längst auf den Nägeln brannte. Die Konservativen in Lissabon am Hof sowie in den höheren Zirkeln des Klerus und Adels wiegten sich noch immer gerne in der Gewissheit, über ein weltumspannendes Reich zu gebieten, das sich vom südlichen Afrika über Brasilien bis in den Fernen Osten und nach Indien erstreckte. Noch immer hielt der Zustrom edler Metalle und kostbarer Steine aus den brasilianischen Bergwerken stetig und verlässlich an. Doch sofern es nicht als Dekor der zahllosen Kirchen und Altäre Verwendung fand, floss das Gold aus der Neuen Welt umgehend ins Ausland ab, um Güter und Waren einzukaufen, die in Portugal nicht hergestellt werden konnten.
„Ohne das brasilianische Gold könnte Portugal nicht einmal sechs Monate als unabhängiger Staat überdauern“, lautete eine unter ausländischen Beobachtern geläufige Einschätzung. Es gab im Land kaum produzierendes Gewerbe, auch keine einheimischen Fachkräfte. Qualifizierte Handwerker stammten aus den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz. Der Agrarsektor lag danieder, zwei Drittel des Landes waren unbesiedelte Brache.
Seit 1706 regierte König Johann V., ein Herrscher, über den der führende Philosoph der französischen Aufklärung Voltaire spottete: „Die Vergnügungen dieses Monarchen waren religiöse Prozessionen; wenn er etwas baute, waren es Klöster, und wenn er eine Mätresse wollte, nahm er eine Nonne.“ Die katholische Kirche hatte die portugiesische Gesellschaft fest im Griff. Im Bildungswesen besaß der Jesuitenorden das Monopol. Zehn Prozent der Bevölkerung gehörten dem geistlichen Stand an und beanspruchten, die Lebensführung der übrigen bis in die privatesten Details zu regeln. Der Kalender war dermaßen mit kirchlichen Feiertagen gespickt, dass Geschäfte und Läden selten einmal länger als drei Tage in Folge geöffnet bleiben konnten.
In London lernte Pombal auch den Kontrast kennen, der zwischen dem portugiesischen Selbstbild einer Großmacht mit globalen Ambitionen und dem unsentimentalen Blick von außen auf sein Land bestand. Im Jahr seiner Ankunft 1739 kam es zum Krieg zwischen Großbritannien und Spanien um Positionen in der Karibik. Portugal erklärte sich für neutral, doch das interessierte die britische Admiralität, die wiederholt spanische Schiffe in portugiesische Gewässer verfolgen und angreifen ließ, allenfalls am Rand. Immer wieder protestierte Pombal, legte 1741 eine Liste von 19 Verletzungen der portugiesischen Neutralität durch britische Schiffe vor und musste erleben, dass seine Demarchen mit nonchalanten Entschuldigungen abgetan wurden. Die bittere Wahrheit war: Portugal wurde international nicht für voll genommen.
Sein Ziel: das Land wirtschaftlich und gesellschaftlich umbauen
Pombal war entschlossen, Abhilfe zu schaffen und dafür das Land komplett umzubauen. Er wollte die politische und gesellschaftliche Macht der Kirche brechen, damit der Staat in der weltlichen Sphäre die Handlungsfreiheit gewann, die er nach seiner Ansicht beanspruchen durfte. Er wollte die Wirtschaft wiederbeleben, indem er Manufakturen gründete und Handelsgesellschaften, die in der Lage sein sollten, der Marktmacht der internationalen Geschäftswelt Paroli zu bieten. Er wollte die bürgerliche Mittelschicht stärken gegen die erdrückende Dominanz des Hochadels. Dazu war es auch erforderlich, die traditionellen Privilegien englischer Kaufleute in Portugal energisch zu beschneiden.
Pombal erhielt zunächst keine Gelegenheit, ein solches Programm Wirklichkeit werden zu lassen. Er war 1744 kaum aus London zurück, da hieß es schon wieder Koffer packen, um in Wien in einem Konflikt zwischen dem habsburgischen Kaiserhaus und dem Vatikan zu vermitteln. Eine ehrenvolle Mission? Pombal glaubte eher an einen Trick der konservativen Hofkamarilla, die den Mann mit seinen Reformideen umso lieber sah, je weiter er von Lissabon entfernt war. Immerhin gewann er die Wertschätzung der Wiener Gesellschaft und lernte, mittlerweile Witwer, seine zweite Gattin kennen, eine Nichte des österreichischen Feldmarschalls Leopold von Daun.
König Johann V. starb am 30. Juni 1750. Der Nachfolger Joseph I. berief Pombal ins Kabinett, doch waren dessen Gegner am Hof noch immer einflussreich genug, um ihn als Premierminister zu verhindern. Den Weg ins Spitzenamt ebnete ihm erst das Erdbeben, das ihm zugleich die Gelegenheit verschaffte, seine Talente als Organisator und Antreiber spektakulär auszuleben. Er verbrachte Tage und Nächte in seiner Kutsche, eilte von einem Katastrophen-Schauplatz zum nächsten, bekritzelte Papiere mit Erlassen und Befehlen, empfing und entsandte Kuriere und aß tagelang nicht mehr als ein gelegentliches Schüsselchen Brühe, das ihm seine Frau vorbeibrachte.
In jedem der zwölf Lissaboner Stadtbezirke ernannte er einen Verantwortlichen für Leichenbergung und Enttrümmerung. Er beschleunigte die Zufuhr von Lebensmitteln, indem er hemmende Zollregularien außer Kraft setzte. Mit drakonischer Härte versuchte er, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Er ließ die Stadt von Truppen umstellen und nach Plünderern durchkämmen. Wen sie auf frischer Tat ertappten, der wurde umgehend gehängt. Pombal ordnete an, auch Verdächtige, die aus der Stadt entkommen waren, in Ketten zurückzutransportieren. Und er legte Wert darauf, die Galgen möglichst hoch zu bauen. Es war ein Vorgeschmack auf das, womit die Portugiesen unter seiner Regierung würden leben müssen.
Wenn es eines gab, was Pombal nach Jahren des Wartens im Vorhof der Macht beseelte, war es die Entschlossenheit, seinen Reformkurs auf Biegen und Brechen durchzusetzen. Er rechnete mit Widerstand von zwei Seiten: aus der konservativen Hocharistokratie und aus dem Jesuitenorden. Die Jesuiten bildeten im katholischen Europa das Rückgrat der kirchlichen Macht. In Portugal verkündeten ihre Prediger nach dem Erdbeben, Gottes Strafgericht sei über die Menschen gekommen. Pombal betrachtete solche Reden als Stimmungsmache gegen sein aufgeklärtes Regime, mithin als Propagandadelikt.
Jesuiten und Hochadel erfahren größte Härte
Ein Störfaktor war der Orden für ihn auch in den Überseegebieten insbesondere der westlichen Hemisphäre. Seit dem frühen 17. Jahrhundert hatten die Jesuiten den Süden Südamerikas mit einem Netz von Missionsstationen überzogen, in denen die einheimische Bevölkerung unter ihrem wohlmeinend paternalistischen Regime in autonomen Kommunen organisiert war, ökonomisch autark und abgeschirmt gegen Übergriffe europäischer Siedler. Der Kolonialverwaltung war dieser „Jesuitenstaat“ ein stetes Ärgernis, ein politisches Parallelgebilde, das sich ihrem direkten Zugriff entzog.
Pombal betrieb die Ausschaltung der Jesuiten planmäßig und begleitet von einer europaweiten PR-Kampagne. Er ließ Broschüren außer auf Portugiesisch auch auf Französisch, Italienisch und Deutsch verbreiten. Darin wurden die vermeintlich staatsfeindlichen Umtriebe des Ordens in den grellsten Farben geschildert.
König Joseph immerhin zeigte sich beeindruckt. Im September 1757 verbannte er alle jesuitischen Beichtväter von seinem Hof. Im Juni 1759 folgte ein generelles Predigtverbot und schließlich drei Monate später die Ausweisung des Ordens aus Portugal und allen portugiesischen Kolonien. Pombal ließ die Patres für Jahre einkerkern oder von Lissabon aus in den Kirchenstaat verschiffen. Dort mochte sich der Heilige Vater um sie kümmern. Derweil arbeitete die portugiesische Diplomatie beim Vatikan zielstrebig darauf hin, den Orden weltweit aufheben zu lassen. Papst Clemens XIV. (1769 –1774) erfüllte Pombal schließlich 1773 diesen Wunsch.
Die Gelegenheit zur Abrechnung mit der Aristokratie ergab sich, als im September 1758 auf die Kutsche des Königs geschossen und dieser dabei verletzt wurde. Als Täter waren Angehörige und Bedienstete des hochadligen Hauses Távora rasch ermittelt. Sie fanden im Januar 1759 ein blutiges, qualvolles und mit Bedacht abschreckend ausgestaltetes Ende. Pombal ließ die männlichen Delinquenten öffentlich rädern, die verurteilten Damen der Familie Távora enthaupten.
Neben der Beschäftigung mit seinen Gegnern beanspruchte die Beseitigung der Spuren des Erdbebens nach wie vor den Großteil seiner Arbeitskraft. Nicht ausgeschlossen, dass er die Katastrophe letztlich sogar als hilfreich empfand. Altes abräumen, Neues entstehen lassen, das war sein Programm. War es nicht von Vorteil für seine Maßnahmen gegen traditionelle Privilegien englischer Kaufleute in Portugal, dass mit dem Palast der Zollverwaltung auch die Prozessakten der Handelsgerichte, die oftmals zugunsten ausländischer Beteiligter entschieden hatten, untergegangen waren? Anstelle des Gewirrs mittelalterlicher Gassen im Zentrum Lissabons ließ er auf schachbrettartigem Grundriss ein modernes Stadtquartier errichten, einheitlich viergeschossige Bauten, breite, gepflasterte, beleuchtete Straßen mit abgesetzten Bürgersteigen, wie er sie in London gesehen hatte.
Eine eigenwillige Mischung aus Offenheit, Reformen und Terror
In der Hauptstadt gründete Pombal 1761 eine höhere Schule für Söhne des Adels. Es war der erste Schritt zum Aufbau eines säkularen Bildungswesens nach dem Vorbild des englischen Systems der Public School. Pombal selbst schrieb den Lehrplan, er persönlich ernannte für das ganze Land auch die Lehrer, die in den einstigen Jesuitenkollegien nunmehr nach einem weltlichen Curriculum unterrichteten. Um Ordnung in die Staatsfinanzen zu bringen, rief er im selben Jahr ein Schatzamt ins Leben, dessen Mitarbeiter wöchentlich über die Haushaltslage zu berichten hatten.
Die Überwachung des Büchermarktes, für die bis dahin die Heilige Inquisition zuständig gewesen war, legte Pombal 1768 in die Hand einer neuen Behörde. Sie urteilte nach anderen Kriterien als die geistlichen Zensoren. So waren jetzt erstmals Werke französischer Aufklärer in Portugal frei verkäuflich. Pombal wandte sich gegen die Diskriminierung religiöser Minderheiten. Als der König ihm mit der Idee kam, Juden sollten verpflichtet werden, in der Öffentlichkeit weiße Hüte zu tragen, erschien er zur nächsten Audienz mit zwei solchen Kopfbedeckungen, eine für den Monarchen, eine für ihn selbst.
Bei alledem hatte er keine Bedenken, einer widerstrebenden Gesellschaft den Reformkurs mit Gewalt aufzuzwingen. Unter seiner Regierung füllten sich die Kerker. Kleinste Abweichungen von der vorgegebenen Linie reichten aus. Als der Bischof von Coimbra in einer Predigt die Verbreitung aufklärerischer Ideen beklagte, verbrachte er dafür Jahre hinter Festungsmauern. Aus Angst vor Pombals Spitzeln trauten sich die Portugiesen bald nicht mehr, irgendein politisches Wort zu äußern. Pombal kommentierte es mit Sarkasmus: „Doktor, Sie haben verhindert, dass viele Menschen sich sehr hätten freuen können“, soll er nach der Genesung von schwerer Krankheit seinem Arzt gesagt haben.
Der Tod des Königs im Februar des Jahres 1777 setzte seiner Macht ein Ende. Auf der Fahrt von Lissabon in seine Grafschaft Oeiras flogen in
Belém Steine gegen seine Kutsche. „Macht nichts, es sah mir sowieso nicht ähnlich“, meinte er, als sein Porträtmedaillon vom Sockel eines Reiterdenkmals für Joseph entfernt wurde. Pombal starb am 8. Mai 1782 auf seinem Landsitz in Oeiras.
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