Allerdings herrschte nach Ende des Siebenjährigen Kriegs (1756–1763) zwischen Preußen und Österreich, in den auch Mecklenburg-Schwerin verstrickt gewesen war, Ebbe in den herzoglichen Kassen. Unter Baumeister Johann Joachim Busch entstand von 1769 bis in die 1780er Jahre hinein die gesamte Anlage nach dem barocken Prinzip der Axialsymmetrie: das repräsentative, von allegorischen Figuren bekrönte Schloss, und am anderen Ende der Hauptachse die mit einer imposanten Tempelfassade versehene Kirche, dazwischen Alleen und Wohngebäude für Hofstaat und Adel. Die ungewöhnlich zentrale Platzierung der Kirche ist wohl auf den frommen Friedrich selbst zurückzuführen. Geplant waren zudem zwei halbkreisförmige Seitenflügel des Schlosses, die aus Geldmangel nicht mehr ausgeführt wurden. Der gesamte Komplex beanspruchte so viel Platz, dass das Dorf Klenow mit seinen Bauernhöfen und der Kirche abgebrochen und in etwa einem Kilometer Entfernung wieder aufgebaut wurde.





