Mit der Ausdehnung des Römischen Reichs nördlich der Alpen wurden im Schutz des Militärs neben vielen anderen technischen und kulturellen Einrichtungen auch die römischen Badeanlagen in dieser Region angesiedelt. Auch beim Militärdienst wollten die Römer nicht auf die Annehmlichkeiten der ihnen so vertrauten Badekultur verzichten. Wie an anderen Orten, an denen Hilfstruppenkastelle entlang des Limes und an der Donau errichtet wurden, existierte auch in Künzing in römischer Zeit eine solche Therme. In der Sonderausstellung werden Leihgaben von der Archäologischen Staatssammlung München, dem Stadtmuseum Wels und den Museen der Stadt Landshut gezeigt, so zum Beispiel ein Testudo (Durchlauferhitzer) oder eine Schüssel von der römischen Badeanlage in Künzing, die in den 50er Jahren im Ortszentrum entdeckt wurde.
Das Museum öffnete sich bereits in der Planungsphase der Ausstellung dem Blick von außen. Die Ausstellungsentwicklung erfolgte in Kooperation mit Schülern des Praxis-Seminars Latein am Karl-von–Closen-Gymnasium Eggenfelden: Die Schüler verfassten in Absprache mit der Museumsleitung einen Großteil der Ausstellungstexte. Der Modellbau einer römischen Fußbodenheizung wurde zusammen mit Schülern der Volksschule Künzing-Gergweis durchgeführt.
Begleitet wird die Ausstellung von einem pädagogischen Programm. Gruppenführungen stehen unter den Schlagwörtern „Salben, Seifen, Duftöle“. Dabei können die Teilnehmer zum Beispiel ein Duftöl selbst zubereiten oder die Wirkung von Wascherde testen.





