Der Althistoriker schlägt den großen Bogen von der mythischen Gründung Roms bis zum Zusammenbruch des Riesenreichs und der Völkerwanderung, doch zuvor beschreibt er unter der Überschrift „Was die römische Welt zusammenhielt“ wesentliche Aspekte des sozialen, wirtschaftlichen, religiösen und alltäglichen Lebens. Er erläutert die Bedeutung von Traditionen, von Familienverbänden und Ehrkonzepten, verweist aber auch auf die großen Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen Sklaven und Freien. Er macht klar, dass das Römische Reich nur deshalb so lange bestand, weil es die ständig neu hinzukommenden Menschen zu integrieren verstand und weil es ein großes Glücksversprechen für seine Bürger bereithielt.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Michael Sommer
Kleine römische Geschichte
Einmal Weltmacht und zurück
Kröner Verlag, Stuttgart 2019, 203 Seiten, € 14,90





