Niedersachsen zählt zu den moorreichsten Landschaften Deutschlands. Ein Glück für die Archäologen, denn die konservierende Wirkung des Torfs schafft einmalige Erhaltungsbedingungen für organische Materialien. Konserviert haben sich dadurch nicht nur zahlreiche Gegenstände des Alltagslebens in früheren Jahrhunderten, sondern als spektakulärste Funde auch die sogenannten Moorleichen. Sie geben den Forschern Aufschluss über Krankheiten, Ernährungsgewohnheiten oder Kleidung in vergangenen Jahrhunderten. Exponate aus dem Moor zeigt seit vielen Jahren das Landesmuseum Natur und Mensch in seiner Dauerausstellung. Dazu kommt in diesem Jahr die Sonderausstellung „O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehen … 220 Jahre Moorarchäologie“. Mit dieser Sonderausstellung zeigt das Museum zu seinem 175-jährigen Bestehen eine große Bandbreite an Moorfunden aus dem eigenen Depot, präsentiert interdisziplinäre Forschungen und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus langjährigen Untersuchungen. Im Mittelpunkt steht die Mobilität des Menschen in den Moorgebieten.





