Im Dezember 1788 schlug ihn sein Freund Goethe für eine Geschichtsprofessur an der Universität Jena vor. Tatsächlich erhielt Schiller einen Ruf: „Vor einer Stunde schickt mir Göthe das Rescript aus der Regierung, worin mir … Weisung gegeben wird, mich darauf einzurichten.“ Am 15. Dezember 1588 nahm er den Ruf an. Widerstrebend, denn die Sache hatte einen Haken: Die Professur war unbesoldet. Außerdem hegte Schiller Zweifel, ob er wissenschaftlich zu einer solchen Aufgabe überhaupt befähigt sei. Doch Jena gefiel ihm, und Alternativen gab es wohl keine. Seine Antrittsvorlesung, die er im Mai 1789 über die Frage „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?“ hielt, ließ das Auditorium vor Zuhörern schier bersten und war ein überwältigender Erfolg. Und schließlich sollte ihm die Professur doch noch Geld einbringen: Auf Fürsprache der Hofdame Charlotte von Stein gewährte Herzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach Schiller von 1790 an ein jährliches Gehalt von 200 Talern.





