Seit 1986 ist die Porta Nigra Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Da sie ihre namensgebende Eigenschaft verlöre, wenn die dunklen Schmutzkrusten vollständig abgenommen werden, bedarf die Oberfläche einer differenzierten und detaillierten Bearbeitung. Bislang fehlen eindeutige Aussagen über den Schaden durch die dunklen Ablagerungen bezogen auf die Art und den Grad der Verschmutzung und das darunter liegende Steinmaterial. DBU-Referatsleiter für Umwelt und Kulturgüter Dr. Paul Bellendorf erklärt die Vorgehensweise, um solche Daten zu erheben: „Zunächst werden die verschiedenen Krustentypen eingestuft und festgehalten, welche Schäden sie in welchem Maße verursachen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden für die unterschiedlichen Schadensprozesse Empfehlungen für das Reinigen und Ausdünnen der Krusten erstellt und anschließend exemplarisch an der Porta Nigra erprobt und bewertet“. Ergänzend zu den herkömmlichen Verfahren werde beispielsweise auch eine bisher in der Praxis nicht eingesetzte spezielle Ultraschallmesstechnik erprobt, die Rückschlüsse auf Auflockerungen, Schalenbildungen und Verfestigungen im Tiefenprofil der Steine geben soll. Die Untersuchungen an der Porta Nigra haben Modellcharakter für viele ähnlich stark verschmutzte Steinobjekte.





