Eine lesenswerte, sorgfältig recherchierte Biographie hat jetzt die Kunsthistorikerin Cara Schweitzer über die Avantgarde-Künstlerin und ihren spezifisch „weiblichen Blick“ auf ihre Epoche herausgebracht. Sie verfolgt den Lebensweg ihrer Protagonistin von ihrer künstlerischen Tätigkeit in der Weimarer Republik bis hin zu ihrer späten Anerkennung im Nachkriegsdeutschland. Erstmals untersucht die Autorin dabei anhand bisher nicht ausgewerteter Dokumente das Schicksal Höchs während der Zeit des Nationalsozialismus und klärt, warum diese nicht wie viele ihrer gleichfalls verfemten Kollegen das Land verließ. Vom Gedanken der Geschlechtergleichheit war übrigens der sich so „modern“ gebende (Männer-)Bund der Dadaisten weit entfernt, wie Höch leidvoll erfahren musste.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





