Zu einer Kuriosität kam es 1772 in Schweden: Ein bereits amtierender König führte einen Staatsstreich aus. Gustav III. beendete die Herrschaft der Stände, die dem Monarchen nur eine Nebenrolle zubilligte – und verhalf dem skandinavischen Land in der Folge zu einem machtpolitischen Comeback.
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Im Morgengrauen zog der junge Monarch seine Uniform an und band sich ein weißes Tuch um den linken Oberarm. Es war das Erkennungszeichen: Mehrere Dutzend Offiziere und Unteroffiziere der Leibgarde taten es ihm gleich, bald schlossen sich auch Soldaten anderer in der Hauptstadt stationierter Einheiten an. Sie legten einen Treueid auf den 26 Jahre alten König Gustav III. ab, ein Leutnant – von Adel, wie fast alle Offiziere – rief begeistert aus: „Wir wagen Leib und Blut im Dienst Eurer Majestät!“
Die Gruppe zog zum Reichsrat, der De-facto-Regierung des Landes, wo man gerade über mögliche Maßnahmen gegen den Herrscher diskutierte, nachdem Meldungen über royalistische Erhebungen der Streitkräfte in zwei entfernten Landesteilen eingetroffen waren. Einer der Räte bemerkte jedoch beim Blick aus dem Fenster lakonisch: „Seine Majestät steht gerade im Begriff, uns die Mühe weiterer Erörterungen abzunehmen.“ In der Tat wurden die Mitglieder des Reichsrats ohne Widerstand festgenommen. Als bald darauf der König mit seinen Mitverschwörern durch die Straßen ging, brandete der Beifall der Bürger auf. Der Coup d’État war zum Triumphzug geworden.
Wenn der Begriff „Staatsstreich“ je den Beigeschmack eines Volksfestes und die Leichtigkeit einer Operette hatte – der 19. August 1772 in Stockholm war ein solches Ereignis. Ohne einen Schuss abzufeuern und unter dem Jubel der Bevölkerung setzte König Gustav III. einem ganzen Zeitalter der schwedischen Geschichte ein Ende.
Auch wenn diese Epoche den schönen Namen frihetstid, „Freiheitszeit“, getragen hat – es war eine bis ins Mark korrupte prädemokratische Herrschaft der vier Reichsstände (Adel, Klerus, Bürger, Bauern), über der stets das Damoklesschwert eines übermächtigen, unberechenbaren Nachbarn schwebte. Denn schon lange gingen Schwedens Blicke sorgenvoll nach Osten, nach Russland, der größten Bedrohung des Landes.
Karl XII.: ein Hasardeur auf dem schwedischen Thron
Schweden war Anfang des 18. Jahrhunderts ein Beispiel dafür gewesen, wie die grenzenlose Ambition eines Autokraten ein einst mächtiges Land an den Rand des Ruins führen kann. Durch die riskante Politik Karls XII. (1697–1718) wurde die einst gefürchtete Großmacht zum Spielball anderer Staaten.
Die Regierungszeit Karls war eine endlose Abfolge von Kriegen. Die schwedische Niederlage bei Poltawa 1709 legte schließlich die Grundlage für den Aufstieg Russlands und bedeutete das endgültige Ende der im Dreißigjährigen Krieg von Gustav II. Adolf eingeläuteten stormaktstid, der Epoche Schwedens als einer europäischen Großmacht.
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Die Kugel, die Karl XII. am 30. November 1718 vor der von ihm belagerten dänisch-norwegischen Festung Fredriksten in die Schläfe traf, ersparte dem Land weitere militärische Abenteuer auf der Suche nach Ruhm. Ob der tödliche Schuss nicht sogar aus den eigenen Reihen abgefeuert wurde, ist nie geklärt worden.
Mit der Verfassungsreform von 1719/20 sicherten sich die Stände die politische Macht. Während der nun folgenden „Freiheitszeit“ blieben die Monarchen blass, so etwa Friedrich von Hessen-Kassel (1720 –1751). Bei den Ständen kristallisierten sich zwei Parteien heraus, welche halb spöttisch nach Kopfbedeckungen benannt wurden: hattar, die „Hüte“, und mössar, die „Mützen“.
Die „Hüte“ hatten vor allem in Stockholm und der Westküste ihre Basis und repräsentierten vornehmlich den höheren Adel und die Handelseliten, die vor allem in Finnland und im ländlichen Raum starken „Mützen“ hingegen den niederen Adel und die Bauern. Das vielleicht wesentlichste Unterscheidungsmerkmal war die Herkunft des ausländischen Geldes, das die Politiker annahmen: Die „Hüte“ wurden vor allem von Frankreich, die „Mützen“ von Russland und England unterstützt.
Die wohl herausragendste Leistung der „Mützen“ war das Pressefreiheitsgesetz aus dem Jahr 1766, das zum Erblühen einer Zeitungs- und Pamphletliteratur mit einem öffentlichen Diskurs führte, wie es ihn in Europa sonst nur in Großbritannien und den Niederlanden gab.
Doch diese und andere, eine frühe Demokratie darstellenden Errungenschaften der Freiheitszeit waren bedroht: Die Nachbarn Dänemark, Preußen und Russland wollten Schweden so schwach wie möglich halten. Dänemark und Russland hegten sogar Pläne, Schweden aufzuteilen und von der Landkarte verschwinden zu lassen.
Gustavs Vater Adolf Friedrich aus dem Haus Holstein-Gottorf regierte seit 1751 als schwedischer König. Gustav war am 24. Januar 1746 in Stockholm zur Welt gekommen; am selben Tag feierte auch sein Onkel, der Preußenkönig Friedrich II., Geburtstag, dessen Schwester Luise Ulrike Adolf Friedrich 1744 geheiratet hatte.
Am 12. Februar 1771 starb der liebenswürdige, aber politisch wenig einflussreiche Herrscher. Gustav erreichte die Nachricht, dass er nun König von Schweden sei, in Paris. Frankreich war sein bewundertes Leitbild. Der junge Monarch liebte französische Literatur, Philosophie und vor allem Theater und Oper. Zudem war das Land der einzige halbwegs verlässliche Verbündete Schwedens. Und noch etwas anderes schlug ihn in Frankreich in den Bann: der Glanz des Hofes und die Machtstellung des Königs Ludwig XV., der Verkörperung des zeitgenössischen Absolutismus.
Gustavs frühe Regierungszeit steht im Schatten des Reichstags
Gustav, der Theater-Enthusiast, der selbst Stücke schrieb und auf der Bühne spielte, hatte einen ausgeprägten Sinn für das Dramatische und eine profunde Kenntnis schwedischer Geschichte. Er sah es als Symbol seiner historischen Bestimmung an, erst der dritte schwedische König dieses Namens zu sein. Denn beide Vorläufer waren Giganten, hjältekungar, Heldenkönige – eine Rolle, in die auch er hineinzuwachsen gedachte. So hatte Gustav Wasa (1523 –1560) das neuzeitliche Schweden begründet. Gustav II. Adolf (1611–1632) hatte es im Dreißigjährigen Krieg zum Idol der protestantischen Welt gebracht.
Zurück in der Heimat, trat Gustav vor die im Reichstag versammelten Stände und erklärte, er sei ein Schwede – ein Seitenhieb auf seine aus Deutschland stammenden Eltern – und betrachte es als die größte Ehre, „der erste Bürger eines freien Volkes zu sein“. Fast klingt dies wie die Formulierung seines preußischen Onkels vom König als dem ersten Diener des Staates.
Und diesen Staat glaubte Gustav retten zu müssen: Die erneut an die Regierung gelangten „Mützen“ wollten die Privilegien des Adels, den Gustav trotz aller Differenzen mit zahlreichen führenden und im System der Freiheitszeit exponierten Aristokraten als seinen Stand betrachtete, beschneiden und Russland (noch) mehr Mitspracherecht einräumen. Ein Brief des französischen Außenministers, des Herzogs von Aiguillon, wonach nur ein „coup de force“ Schweden vor der Anarchie retten könne, fiel bei Gustav auf fruchtbaren Boden.
Am 5. August 1772 dann ein weiterer politischer Warnschuss: Russland, Preußen und Österreich unterzeichneten den Vertrag zur ersten Teilung Polens. Ein ähnliches Schicksal wollte Gustav Schweden ersparen.
Verbündete fand er vor allem im politisch engagierten Offizierskorps. So gehörte etwa Jakob Magnus Sprengtporten, der im Siebenjährigen Krieg schwer verwundet worden war, einem politischen Klub namens Svenska Botten („Schwedens Basis“) an, der sich vor allem gegen die Einflussnahme fremder Mächte in Schwedens innere Angelegenheiten wandte.
Mit seinem Regiment, so bedeutete Sprengtporten dem jungen König, könne er sich in den Besitz der wichtigsten Festung in Finnland, dem unweit Helsinkis gelegenen Sveaborg, bringen. Ein anderer Offizier, Johann Christopher Toll, versprach dem Monarchen Ähnliches in Bezug auf die Festung Kristianstad und den Flottenstützpunkt Karlskrona, beide in Südschweden gelegen.
Der Umstand, dass Russland gerade durch seinen Krieg mit der Türkei abgelenkt war, veranlasste die Verschwörer zum schnellen Handeln. Als dann erste Nachrichten über die gelungenen Aktionen in Finnland und im Süden Schwedens nach Stockholm gelangten, schlug Gustav wie eingangs beschrieben los.
Der vollständige Erfolg des statskuppen, des Staatsstreichs vom 19. August 1772, wird auch ihn überrascht haben. Niemand rührte auch nur einen Finger für die Ständeherrschaft, stattdessen sang man in Stockholm das von Carl Michael Bellman geschaffene Lied „Gustafs skål! Den bäste Kung, som Norden äger“ („Gustavs Wohl! Der beste König des Nordens“).
Drei Tage nach dem Putsch versammelte der König den Reichsrat (alle Verhafteten waren sehr schnell wieder freigelassen worden) und machte ihn mit den Einzelheiten der neuen Verfassung vertraut, die er in Zusammenarbeit mit seinem früheren Erzieher, dem Staatsmann Carl Fredrik Scheffer (1715 –1786), entworfen hatte. Sie war beispielhaft für den aufgeklärten Absolutismus, mit dem König als wichtigstem Entscheidungsträger. Der Reichsrat mit den Ständen verlor seine exekutiven Befugnisse weitgehend und war nun lediglich ein beratendes Organ.
Die Verfassung des neuen Schweden wurde einstimmig angenommen. Der Herold, der die Formel „Es lebe König Gustav! Er ist König aller Schweden und Goten und niemand anders!“ ausrufen sollte, war in Anbetracht der ungewöhnlichen Umstände etwas nervös und rief, verkürzend und entstellend: „Es lebe König Gustav, er und niemand anders!“ Das wäre, so wandte der Monarch schlagfertig ein, doch etwas übertrieben; dann habe er ja niemanden, den er regieren könne.
Im Ausland löste Gustavs Staatsstreich Wut und Empörung aus. Man hatte sich an ein schwaches Schweden gewöhnt und fürchtete, der junge König werde das Land reformieren und vom Einfluss fremder Mächte unabhängig machen. Wohl keiner drückte es so offen aus wie sein Onkel, Friedrich der Große, der mit einem militärischen Eingreifen zur Wiederherstellung der alten Zustände drohte – und der natürlich allzu gern Schwedisch-Pommern seinem eigenen Land einverleibt hätte.
An seine Schwester schickte der Preußenkönig einen Brief ähnlichen Inhalts. Luise Ulrike, zu der Gustav ein schwieriges Verhältnis hatte, war dieses eine Mal ihrem Sohn wirklich eine Stütze und antwortete Friedrich, dass ein solcher Landraub nur über ihre Leiche und die der tapferen Stralsunder erfolgen werde. Letztlich war es Russlands Fokus auf den Krieg mit der Türkei, der Gustav rettete, denn Friedrich wollte nicht allein losschlagen.
Zu den Reformen zählt die Abschaffung der Folter
Von außen nicht länger akut bedroht, konnte Gustav III. sich seinen Reformen zuwenden. Nur wenige Tage nach dem Staatsstreich schaffte er die Folter ab. Die Todesstrafe wurde auf wenige Straftaten beschränkt und durfte nur vom König verhängt werden.
In diesem Zusammenhang ist auch eine reizende Anekdote zu sehen, das sogenannte Kaffeeexperiment. Gustav, von der gesundheitsschädlichen Wirkung des Kaffees überzeugt, setzte bei zwei verurteilten Schwerverbrechern, Zwillingen, die Todesstrafe aus und ordnete an, dass der eine viel Kaffee, der andere viel Tee unter ärztlicher Aufsicht trinken solle – was bis heute mit schwedischem Humor als erste klinische Studie des Landes bezeichnet wird. Beide Probanden überlebten nicht nur ihre Ärzte, sondern auch den König um viele Jahre.
Gustav führte in dem bis dahin streng protestantisch geführten Land seine Version von Religionsfreiheit ein. Katholiken wurde die Glaubensausübung erleichtert; Juden durften seit 1782 Synagogen bauen – indes nur in Stockholm, Göteborg und Norrköping, der Ankauf von Land und die Heirat mit Andersgläubigen war ihnen jedoch verboten.
Sein wesentlicher Eingriff in die herrschende lutherische Glaubenspraxis, nämlich die Abschaffung der exzessiven Feiertage wie der dritten und vierten Weihnachts- und Ostertage verstimmte zwar manchen Pastor, tat der Produktivität der schwedischen Wirtschaft aber gut. Ähnliches traf für die von ihm etablierte Pensionierung der Beamten bei Erreichen des 70. Lebensjahres zu. Die Effektivität der Verwaltung hatte zweifellos hier und da unter Staatsdienern gelitten, die bis zu ihrem seligen Ende auf ihrem Posten ausharren mussten.
Gustavianska Tiden, das Gustavianische Zeitalter, das im weitesten Sinn den Zeitraum von Gustavs Staatsstreich 1772 bis zur Absetzung seines glücklosen Sohnes Gustav IV. Adolf 1809 reicht, gilt in der nationalen Erinnerung Schwedens als Goldenes Zeitalter.
Der Hof wurde zum Mittelpunkt des Geisteslebens. Er zog Dichter und Denker an wie Johan Henrik Kellgren, Anna Maria Lenngren und Carl Gustaf af Leopold. Aber auch Schauspieler, Sänger und Sängerinnen, wie Elisabeth Olin, der unumstrittene Star der gustavianischen Musikszene, suchten die Nähe des Königs.
Finanzielle Unterstützung von Gustav III. erhielt auch der stets verschuldete Carl Michael Bellman. Die Balladen des bereits erwähnten populärsten Poeten der Epoche waren dem Leben der einfachen Menschen Stockholms, ihren Sorgen, Liebschaften und dem allgegenwärtigen akvavit gewidmet (Stockholm mit seinen rund 70 000 Einwohnern verfügte über 700 Tavernen!).
Gustavs große Liebe war freilich die Oper. Das von Carl Fredrik Adelcrantz entworfene Königliche Opernhaus entstand gegenüber dem Schloss (und wurde in den 1890er Jahren durch das heutige, ebenfalls prächtige Gebäude ersetzt), seine Einweihung 1782 bereicherte die Hauptstadt ebenso wie die Begründung des Königlichen Dramatischen Theaters fünf Jahre später.
Ein bleibendes Vermächtnis Gustavs ist auch die nach französischem Vorbild 1786 gegründete Schwedische Akademie, die vor allem der Förderung der schwedischen Sprache und Literatur verpflichtet ist. Seit 1901 ist es die Svenska Akademien, die den alljährlichen Nobelpreis für Literatur vergibt.
Schweden erkennt als erstes neutrales Land die USA an
Auch auf der Bühne der Außenpolitik agierte der König durchaus mit Fortune. So war Schweden 1780 eine treibende Kraft bei der Bildung des Bündnisses der „Bewaffneten Neutralität“ im Zuge des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Gustav III. überwand damit die internationale Isolation seines Landes und fand sogar vorübergehend gemeinsame Interessen mit Dänemark und Russland. Dass Gustav III. der erste Regierungschef eines in dem Konflikt neutralen Landes war, der die Vereinigten Staaten diplomatisch anerkannte, ist in den USA bis heute unvergessen.
In der Karibik ging gar sein Traum von einem schwedischen Kolonialreich in Erfüllung, wenn auch in bescheidenster Form. Der Verbündete Frankreich trat 1784 die Insel Saint-Barthélemy an Schweden ab. Dass sie als eine wichtige Station im transatlantischen Sklavenhandel fungierte, ist ein dunkler Fleck in den Annalen der gustavianischen Zeit. Den Namen des Königs trägt die Hauptstadt dieser inzwischen wieder zu Frankreich gehörenden Insel nach wie vor: Gustavia.
Gänzlich friedlich war Gustavs Regierungszeit letztlich nicht. Von 1788 bis 1790 führte Schweden (von ihm provoziert) Krieg gegen Russland. Es lief zunächst nicht gut für Gustav, denn fast erwartungsgemäß trat Dänemark in den damit zum Zweifrontenkrieg werdenden Konflikt ein, es kam zu Meutereien und Separatismus in Finnland, innenpolitisch gingen Teile des Adels auf Konfrontationskurs zum König – was Gustav dazu veranlasste, dessen Macht 1789 zugunsten der eigenen Befugnisse einzuschränken. Der Hass, den er dadurch bei zahlreichen Aristokraten provozierte, sollte – wie wir noch sehen werden – dramatische Folgen haben.
In Krisensituationen, wie sie sich in seinen letzten Regierungsjahren häuften, erwies er sich als nervenstarker und effektiver Herrscher. Und schließlich wurde er sogar doch noch ein
hjältekung, konnte militärischen Ruhm erwerben fast wie seine beiden Vorgänger gleichen Namens. Gustav, alles andere als ein geborener Seemann, führte die schwedische Flotte am 9. und 10. Juli 1790 zum entscheidenden Sieg über die zaristische Seemacht in der Schlacht am Svensksund – der größten Seeschlacht, die je in der Ostsee stattgefunden hat, und der einzige große Sieg der schwedischen Marine in ihrer Geschichte. Fünf Wochen später schlossen die Diplomaten Gustavs und der Zarin Katharina II. Frieden.
Der amerikanische Historiker Franklin D. Scott, der das vielleicht beste Buch zur Geschichte Schwedens in nicht-schwedischer Sprache verfasst hat, zog in puncto Charisma einen passenden Vergleich: „Gustav verzauberte wie John F. Kennedy die Menschen um ihn; es ging ein Glanz und eine Vitalität von ihm aus, die den Nationalstolz beflügelten und die nie vergessen wurden.“ Wie dem 35. US-Präsidenten war auch dem schwedischen König ein gewaltsames Ende beschieden. Beim Besuch eines Maskenballs in der Königlichen Oper am 16. März 1792 schoss ihm ein adliger Verschwörer aus einer kleinkalibrigen Pistole eine Ladung Schrot in den Rücken. 13 Tage darauf starb Gustav III. an den Folgen einer Wundinfektion. Der Vorhang hatte sich gesenkt, das Licht erlosch, die Bühne war leer.
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