Serbien ist eine historische Kulturlandschaft ersten Ranges. Auf dieser Reise stehen die römische Antike und die mittelalterlichen Klöster im Mittelpunkt. Doch gebührend gewürdigt werden auch eindrucksvolle Monumente aus Prähistorie und Neuzeit.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Holger Sonnabend, Universität Stuttgart, tauchen die Leserinnen und Leser von DAMALS tief in die Kulturgeschichte Serbiens ein. Für die Redaktion ist Chefredakteur Stefan Bergmann mit von der Partie.
3. August, Anreise – Belgrad: Am Vormittag Linienflug mit Lufthansa nach Belgrad. Bei einer Stadtrundfahrt tauchen wir in die Geschichte der „weißen Stadt“, der heutigen Hauptstadt Serbiens, ein. Ein Höhepunkt ist die alte Festung Kalemegdan, die, am Zusammenfluss von Save und Donau gelegen, von der Antike bis in die Neuzeit als Bollwerk der Stadt diente. Dort befinden sich die Reste der römischen Siedlung Singidunum. Der hier stationierten Legion oblag die Überwachung der Donaugrenze. Anschließend Besuch der Kathedrale des heiligen Sava, der größten orthodoxen Kirche auf dem Balkan. Traditionelles Abendessen im Künstler- und Bohèmeviertel Skadarlija.
4. August, Belgrad – Sremska Mitrovica – Belgrad: Fahrt auf der „Straße der römischen Kaiser“, die wichtige archäologische Stätten aus der Römerzeit miteinander verbindet. Nicht weniger als 17 römische Kaiser, vor allem des 3. und 4. Jahrhunderts, stammten aus dem heutigen Serbien. In Sremska Mitrovica, 75 Kilometer nordwestlich von Belgrad, liegt die römische Stadt Sirmium. Sie gehörte zu den wichtigsten spätantiken Kaiserresidenzen. Die Palastanlage vermittelt einen hervorragenden Eindruck der Herrschaftsarchitektur am Donaulimes. Zur Hinterlassenschaft der Römer gehören ferner die Reste eines Hippodroms, ein Getreidespeicher und eine christliche Basilika.
5. August, Belgrad – Viminacium – Golubac – Lepenski Vir – Donji Milanovac – Eisernes Tor – Kladovo: Fahrt zur alten Römerstadt Viminacium. Hier war seit dem 1. Jahrhundert eine römische Legion (legio VII Claudia) stationiert. Daneben entwickelte sich eine prosperierende Zivilstadt. Prunkstück ist das Amphitheater, das 12 000 Besuchern Platz bot. Die bestens restaurierte Nekropole vermittelt besondere Einblicke in Begräbnissitten und Totenkult. Weiterfahrt zur renovierten Festung Golubac aus dem 14. Jahrhundert. In Lepenski Vir besichtigen wir eine bedeutende prähistorische Fundstätte. Danach eine Bootsfahrt auf der Donau. Sie führt durch die Djerdap-Schlucht zum „Eisernen Tor“ an der Grenze zu Rumänien. Vom Wasser aus sehen wir die antike „Tabula Traiana“, die den Bau einer Römerstraße entlang der Donau dokumentierte, und eine 2004 vollendete Monumentalskulptur des dakischen Königs Decebalus.





