711
712
Musa ibn Nusair, Gouverneur des Kalifen al-Walid I. (reg. 705–715) in Nordafrika, folgt mit weiteren Truppen. Innerhalb weniger Jahre geraten große Teile der Iberischen Halbinsel unter muslimische Kontrolle.
722
Die Schlacht von Covadonga in Asturien, mit dem Sieg des Westgoten Pelagius (Pelayo) über eine muslimische Armee, wird später zum symbolischen Beginn der christlichen Rückeroberung („Reconquista“) stilisiert.
732
Der Franke Karl Martell stoppt bei Tours und Poitiers einen muslimischen Vorstoß.
756
Abd ar-Rahman I., ein überlebender Omaijade, macht Córdoba zum Zentrum eines unabhängigen Emirats. Al-Andalus löst sich politisch vom Abbasidenkalifat in Bagdad.
785
In Córdoba beginnt der Bau der großen Moschee (mezquita).
929
Abd ar-Rahman III. (reg. 912–961) nimmt den Kalifentitel an.
976
Nach dem Tod von Kalif al-Hakam II. (reg. 961–976) sichert sich der mächtige Hofmann al-Mansur (Almansor) die Macht. Er führt zahlreiche Feldzüge gegen die christlichen Reiche.
1009
In Córdoba beginnt die fitna, eine längere Phase von Bürgerkriegen um das Kalifat. Die zentrale Macht zerfällt, und die Einheit von al-Andalus wird dauerhaft erschüttert.
1031
An die Stelle des Kalifats von Córdoba treten zahlreiche Kleinkönigreiche, die sogenannten Taifa-Reiche.
1064
Christliche Truppen erobern die Stadt Barbastro – mit päpstlichem Segen. Die Kämpfe werden nun mit der Kreuzzugsidee verbunden.
1085
Alfons VI. von Kastilien nimmt Toledo ein. Die Taifa-Herrscher rufen die berberischen Almoraviden aus Nordafrika zu Hilfe. Diese bringen nach und nach das gesamte muslimische Iberien unter ihre Kontrolle.






