Beim Eintritt wähnt man sich augenblicklich in der Atmosphäre des Nachkriegs-Wien gefangen, als die Stadt in die vier Besatzungszonen der Alliierten geteilt war. Eine Fülle von Schwarz-Weiß-Fotografien, Filmplakaten, Buchtiteln und Zeitungsartikel an den Wänden erzählt davon. Nur die Wiener Innenstadt kontrollierten Amerikaner, Briten, Franzosen und Sowjets bis 1955 aus wechselseitigem Misstrauen gemeinsam. „Die Vier im Jeep“, wie sie symbolisch genannt wurden, machten die Walzermetropole auch zu einem Agentennest an der Nahtstelle zwischen West und Ost.
Das Museum ist in drei Themenbereiche gegliedert, zwei davon sind dem Film „Der dritte Mann“ und dem gleichnamigen Roman von Graham Greene gewidmet. In der dritten Abteilung steht die Besatzungszeit im Mittelpunkt. Rund 3200 Exponate in 15 Räumen hat Gründer Gerhard Strassgschwandtner von Familien, deren Angehörige am Film beteiligt waren, privaten Sammlern und bei Auktionen erworben.





