Die Religion der Kelten ist Thema einer Ausstellung, die an der Universität Leipzig konzipiert wurde. Unter dem Motto „Fromm–Fremd–Barbarisch“ erzählt die Schau eine Geschichte der Gegensätze. Neben keltischen Fundstücken werden auch griechische und römische Exponate gezeigt, die Kultur und Religion der „Barbaren“ widerspiegeln. Besonderes Augenmerk legen die Ausstellungsmacher auf die Druiden. Leihgaben aus deutschen, schweizerischen und französischen Museen werfen ein neues Licht auf die geheimnisumwitterte Priesterschaft. Die Ausstellung ist zunächst vom 12. April bis zum 15. Juni in der Universitätsbibliothek Leipzig und danach in Morbach/Hunsrück (29. Juni – 31. August), Heilbronn (13. September – 17. November), Zug/Schweiz (30. November – 2. Februar 2003) und Hanau (18. Februar – 30. März 2003). Weitere Informationen unter http://www.druidenausstellung.de sowie unter Telefon 0341/9737045. Der Katalog ist im Verlag Philipp von Zabern erschienen: Hans-Ulrich Klein/Sabine Rieckhoff (Hrsg.), Die Religion der Kelten, Mainz 2002.
Auch in Frankfurt kommen Kelten-Fans auf ihre Kosten. Die hessische Landesausstellung „Das Rätsel der Kelten vom Glauberg“ in der Schirn Kunsthalle stellt vom 24. Mai bis zum 1. September die außergewöhnlichen Funde der Fürstengräber vom Glauberg vor und informiert über die Geschichte dieses Fürstensitzes, aber auch über die keltische Kultur insgesamt. Erstmals sind dort nahezu alle bisher bekannten keltischen Großstatuen ausgestellt. Der Gang durch die Ausstellungsräume verbindet Archäologie mit moderner Medientechnik. Kurzfilme dokumentieren die Grabungsarbeiten. Auch zu der Frankfurter Ausstellung ist ein Katalog erschienen: Hessische Kultur GmbH (Hrsg.), Das Rätsel der Kelten vom Glauberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002. Weitere Informationen unter http://www.keltenausstellung.de sowie unter Telefon 069/2998820. Die Funde vom Glauberg werden später als Dauerausstellung im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt zu sehen sein.
Yvonne Deck





