Die Wanderausstellung, die erstmals 2009 auf Schloss Caputh zu sehen war, zeigt Schloss Friedrichstein, die dazugehörige Gutsanlage und den Park sowie Ausstattung und Sammlungen der Dönhoffs in historischen und neueren Fotografien. Texttafeln geben Einblick in die Geschichte der Adelsfamilie und skizzieren die Architektur des Schlosses Friedrichstein im Kontext anderer Schlösser. Dazu kommen weitere Kunstgegenstände sowie Landkarten und Bücher, die im Laufe der Jahrhunderte an andere Schlösser abgegeben wurden.
Das Schloss diente als Stammsitz der Dönhoffs, die im Dienste der polnischen Krone zu einer bedeutenden Adelsfamilie aufstiegen. Die preußische Linie der Dönhoffs wurde zu einer der angesehensten Familien im Land und Schloss Friedrichstein zu einem der bedeutendsten Schlösser Ostpreußens. Der 67 Meter breite zweigeschossige Barockbau war als »Königsschloss Ostpreußens« daher mit Räumen für einen eventuellen Besuch des Königs bestens ausgestattet. In den 1930er-Jahren wurde die inzwischen in die Jahre gekommene Schlossanlage renoviert und der Park in den früheren barocken Strukturen wieder hergestellt. Marion Gräfin Dönhoff, die spätere Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit, kehrte 1935 eigens aus dem Schweizer Exil zurück, um das Schloss zu verwalten. Nach ihrer Flucht vor der Roten Armee wurde das Schloss allerdings dann Anfang 1945 in den Kriegswirren zerstört und die Ruine schließlich 1957 abgetragen.





