Die Archäologie ergründet die Geheimnisse der Megalithik (griechisch: mégas = „groß“ und líthos = „Stein“) schon seit längerem mittels umfangreicher Ausgrabungen, inzwischen auch mit neuesten Untersuchungsmethoden wie etwa Bodenradar. Obwohl so bereits viele Erkenntnisse gesammelt wurden, bleibt in Bezug auf Geschichte und Bedeutung der Steinmonumente noch vieles im Dunkeln. In jüngster Zeit ist es durch größere Forschungsprojekte gelungen, besser zu verstehen, wie die verschiedenen Ausprägungen der Großstein-Architektur in Europa zusammenhängen.
Megalithbauten finden sich im gesamten mittleren und westlichen Europa, von Südportugal bis Mittelschweden und von Südfrankreich bis Schottland. Schwerpunkte sind Süd- und Westeuropa sowie der nordeuropäische Raum. Neben den häufigen Megalithgräbern kennen wir zeitgleich auch andere monumentale Anlagen: In vielen Bereichen Europas finden sich seit der Jungsteinzeit sogenannte „Einhegungen“ (auch Grabenwerke oder im Englischen henges genannt, abgeleitet von Stonehenge).





