Der lange Zeitraum, in dem die vorgeschichtlichen Bewohner von Salisbury Plain Stonehenge als Kultstätte nutzten und immer wieder veränderten, ist eine der bemerkenswertesten Eigenheiten des Steinkreises. Gleichwohl ist die wechselvolle Geschichte der mit ihm verbundenen Vorstellungen vom Mittelalter bis zur Neuzeit kaum weniger erstaunlich.
Was genau in den rund zweieinhalb Jahrtausenden zwischen den letzten baulichen Veränderungen in der Bronzezeit und der ersten schriftlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert mit dem Denkmal passierte, ist uns weitgehend unbekannt. Man kann nur vermuten, dass die Anlage allmählich verfiel, da die Tragsteine in ihren relativ flachen Gruben kein sicheres Fundament besaßen und die geringen Abstände zwischen ihnen beim Umstürzen eines einzigen Steins einen Domino-Effekt auslösen konnten.





