In seiner gut bebilderten Alltags- und Mentalitätsgeschichte nimmt der Autor viele verschiedene Bevölkerungsgruppen in den Blick: die selbständiger gewordenen Frauen, die gleichwohl viele der neuen Freiheiten wieder aufgaben, die heimkehrenden Männer, die auf sich gestellten Kinder und Jugendlichen, die vielen Gestrandeten. Aus Einzelschicksalen formt sich ein facettenreiches Bild eines Nachkriegsjahrzehnts, in dem Verzweiflung und Lebensgier so nah beieinander lagen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Harald Jähner
Wolfszeit
Deutschland und die Deutschen 1945–1955
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2019, 474 Seiten, € 26,–





