Als Dietrich von Bern ist er in die Sage eingegangen: Theoderich der Große, seit 474 König der Ostgoten. Im Auftrag des oströmischen Kaisers Zenon bekämpfte er vor allem Odoaker aus dem ostgermanischen Stamm der Skiren, der sich 476 zum König von Italien gemacht hatte. Erst nach jahrelangen Kämpfen gelang Theoderich der Sieg – zwei Jahre dauerte allein die Belagerung von Ravenna. Im Jahr 493 ermordete der Ostgote seinen Widersacher eigenhändig und errang die Herrschaft über Italien, später sogar über weitere Teile des ehemaligen Weströmischen Reiches. Doch erst 497 erkannte der byzantinische Kaiser Anastasios Theoderich auch formal als König der Goten an und machte ihn zu seinem Regenten in Italien. Für den Westen des Reichs brach unter Theoderich eine Blütezeit an. Er, der sein Reich bis über die Alpen und an die Donau ausdehnte, behielt nicht nur die römischen Staatseinrichtungen bei, auch die Pflege der antiken Kultur war ihm ein Anliegen. Sein imposantes Grabmal in Ravenna zeugt noch heute von Stolz und Anspruch dieses Herrschers.





