Im Museum of London wurde die Abteilung zur Geschichte vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart völlig neu gestaltet. Am Beginn stehen zwei Katastrophen: die Pestepidemie 1665 und der große Brand von 1666. Von diesen desaströsen Ereignissen erholte sich London jedoch schnell: Es überflügelte schon bald Paris als größte Stadt Europas, und eine Zeit hektischer Bautätigkeit schuf ein verändertes Stadtbild. Immer mehr spiegelte die Stadt an der Themse mit ihren zahllosen Immigranten nun ihre Funktion als Hauptstadt des britischen Empire, mit den Docklands als wirtschaftlichem Zentrum und zahlreichen neuen Repräsentativbauten. Die Schau präsentiert aber auch die Schattenseiten des Kolonialismus und das Engagement gegen die Sklaverei. Weitere Themenbereiche erzählen von Londons Wirtschaft und Handel im 19. Jahrhundert, wie sie die Weltausstellung von 1851 zeigte, vom Alltagsleben seiner Einwohner zwischen bedrückenden Armenvierteln, reichen Vororten und pleasure gardens, vom politischen Kampf der Suffragetten, den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs oder dem Aufstieg zur Modestadt. Mit spannenden Objekten, interaktiven Stationen, Inszenierungen wie einer Schuldnerzelle aus dem 18. Jahrhundert oder Filmen lockt die attraktive Schau.





