Geschickter stellte es junge Anwalt Fidel Castro an, der eine klare ideologische Positionierung vermied, sich eher vage zu seinem politischen Programm äußerte und die Bewegung so für Kräfte aller Flügel offen hielt. Castros großes Talent war sein politisches Gespür. Er machte instinktiv das, was aus machttaktischer Sicht richtig war. So kannte er auch die Vorliebe der Kubaner für heroische, aufopferungsvolle Figuren, die aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung datierte. Deren Held war mit José Martí (1853–1895) kein reiner Politiker gewesen, sondern ein Poet und Schriftsteller, ein Humanist und Romantiker. Sein Erbe war eher kultureller als politischer Natur – und wurde vom charismatischen Fidel Castro perfekt bedient, der sich in dieser Tradition sah.





