Moosbrugger stellt Canisius aber auch als wichtigen Berater von Kaisern und Königen, als Gestalter der katholischen Religionspolitik in der Zeit nach der Reformation sowie als unermüdlich Reisenden im Dienst seines Glaubens vor. Zwar wurde Canisius 1925 heiliggesprochen und dabei von Papst Pius XI. als „Zertrümmerer der Ketzer“ gewürdigt (damit waren die Protestanten gemeint), doch schon im 19. Jahrhundert konnten um Ökumene bemühte Katholiken wenig mit dem streitbaren Jesuiten anfangen. Er erwies sich auch historisch gesehen als problematisches Kind seiner Zeit, als er die Hexenverfolgung vehement verteidigte.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Mathias Moosbrugger
Petrus Canisius
Wanderer zwischen den Welten
Tyrolia-Verlag, Innsbruck/Wien 2021, 287 Seiten, € 27,95





