Das Museum für Brotkultur in Ulm widmet sich mit der Ausstellung „Tödliche Geschäfte –Spekulieren mit Lebensmitteln“ vom 12. September bis zum 11. November einem zugleich hoch aktuellen wie auch historisch wichtigen Thema. Die kulturhistorische Sonderausstellung spannt einen thematischen Bogen vom biblischen Ägypten über die Französische Revolution bis hin zu den so genannten Brotunruhen im Zuge der jüngsten Weltwirtschaftskrise. Hemmungslose Spekulationen an den Rohstoffbörsen führten in den vergangenen Jahren zu einer enormen Preissteigerung von Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Reis. Für die Bürger westlicher Industrienationen ist das ein Ärgernis, für Menschen in ärmeren Regionen der Welt oftmals eine Katastrophe. Seit der Weltwirtschaftskrise findet das Thema auch in der öffentlichen Wahrnehmung die nötige Beachtung. Das Museum für Brotkultur in Ulm zeigt nun mit einer Schau, dass Lebensmittelspekulation ein uraltes Phänomen ist, das die gesamte Kulturgeschichte durchzieht. In fünf Kapiteln zeigt die Ausstellung Gemälde, Graphiken und Handwerksgegenstände, die die Geschichte von Wucher und Spekulation mit Lebensmitteln dokumentieren.





