Der unbedarfte Wanderer dürfte dort, wo früher römische Villen und mittelalterliche Höhensiedlungen standen, wenig erkennen. Nicht so Esch, der einen archäologisch geschulten Blick beweist, wenn er auf die noch sichtbaren Überreste der Römerzeit und des Mittelalters an der Straße aufmerksam macht, sie detailliert beschreibt und die Geschichten hinter alten Wegmarken, bearbeiteten Steinen und eingefallenen Mauern zum Leben erweckt. Immer wieder lässt er die antiken Quellen zu Wort kommen, zitiert römische Gelehrte und entschlüsselt Inschriften. Jeder Abschnitt enthält Karten, GPS-Koordinaten und Fotografien, die Esch selbst aufgenommen hat. Wer sich für die historischen Landschaften Italiens interessiert, erhält hier Einblicke in vergessene Orte.
Rezension: Anna Joisten
Arnold Esch
Die Via Salaria
Eine historische Wanderung vom Tiber bis auf die Höhen des Apennin
Verlag C. H. Beck, München 2022, 144 Seiten, € 24,–





