In den 1820er Jahren trugen die Arbeiten des Franzosen Jean-François Champollion maßgeblich dazu bei, den Schleier um die mysteriösen Hieroglyphen zu lüften. Seine Vermutungen stützten sich auf verschiedene mehrsprachige Texte ähnlich dem Kanopus-Dekret. In Champollions Fußstapfen trat der Preuße Karl Richard Lepsius. Er fand am 15. April 1866 eine vollständig erhaltene Inschrift des Kanopus-Dekrets. Dieser sehr lange und komplexe Text bestätigte nicht nur Champollions Theorie, sondern half Lepsius auch dabei, Fehler seines Vorgängers zu beseitigen und den Schritt vom Entziffern hin zum echten Übersetzen hieroglyphischer Texte zu tun.





