Besonders perfide ging dabei Nikomedes vor, der König von Bithynien. Er lud keltische Krieger ein, über den Bosporus zu setzen, und schleuste sie in das Reich seines Nachbarn ein. Dort verheerten die Galater, wie sie im Griechischen heißen, ungestört die ländlichen Gebiete des Seleukidenreichs. Jahrelang zogen sie marodierend durch Kleinasien, plünderten reiche Tempel und Ortschaften und wandten sich zuletzt gar in Richtung Syrien, wo die Hauptresidenz der Seleukiden lag. 268 v. Chr. zog ihnen Antiochos mit einem Heer entgegen. Obwohl seine Streitmacht zahlenmäßig weit unterlegen war, hatte er ein Ass im Ärmel: seine Kriegselefanten. Diese Gegner kannten die Kelten nicht, entsprechen exotisch und furchterregend erschienen sie ihnen. Antiochos errang einen so überwältigenden Sieg, dass die Galater ohne Murren ein Siedlungsgebiet um das heutige Ankara akzeptierten, das Antiochos ihnen zuwies. Nach ihnen trug das Gebiet fortan den Namen Galatien. Antiochos selbst gab sich für seinen spektakulären Sieg den Beinamen „Soter“, der Retter.





