In einer Zeit ohne Atlanten ahnte niemand, wie gewaltig das persische Weltreich war – bis auf einen: Hekataios von Milet. Der Gelehrte war weit gereist, hatte erste Karten angefertigt und unzählige Informationen gesammelt. Er versuchte seinen Landsleuten vor Augen zu führen, wie groß und mächtig Dareios war. Dafür soll er sogar ein plastisches Modell eingesetzt haben – vergeblich. Also schlug Hekataios vor, alles auf eine Karte zu setzen: auf eine starke Flotte. Zur See sei Persien nicht zu fürchten. Seine Empfehlungen wurden jedoch wiederum nicht berücksichtigt. Im „Ionischen Aufstand“ ging es zunächst gegen Sardes, den Sitz der persischen Satrapie Ionien, doch schlugen die Perser den Aufstand bald nieder. Der Großkönig war milde und hörte auf die um Gnade flehenden Gesandten der Ionier. Einer von ihnen war Hekataios.





