Dies änderte sich erst in den 60er Jahren des 1. Jahrhunderts v. Chr. Damals gewann der Asclepius-Kult auf der Insel rasant an Bedeutung. Auch eine wichtige Krankenstation gab es. Um die Pilgerströme zu bewältigen, ließ der für den Straßenbau verantwortliche Lucius Fabricius im Jahr 62 v. Chr. eine 62 Meter lange steinerne Brücke zwischen dem linken Tiberufer und der Insel errichten, den Pons Fabricius. Im Kern bestand die Konstruktion aus Tuffgestein, das mit Travertin verkleidet wurde. Diesen Tuffkern gibt es noch heute; für die Verkleidung wurden in der Neuzeit auch Ziegel verwendet. Vorausschauend wurde ein kleinerer Bogen in der Mitte gebaut, der Druck vom Zentralpfeiler nehmen und bei Hochwasser die Wassermassen schneller abfließen lassen sollte. Aber schon in den 20er Jahren v. Chr. musste die Brücke nach einem Hochwasser restauriert werden. Dennoch, bis heute trotzt der Pons Fabricius, die älteste erhaltene Brücke Roms, allen Belastungen.





